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Ein Visionär verblüfft den Dorfverein in Märwil mit seinen Mars-Plänen

Steve Schild sprach an der Jahresversammlung des Dorfvereins über sein Abenteuer zum Mars. Die Zuhörer zeigten sich gleichzeitig überwältigt und skeptisch.
Christoph Heer
Steve Schild überträgt seinen Vortrag aus der Märwiler Kirche mit dem Smartphone direkt in die Sozialen Medien. (Bild: Christoph Heer)

Steve Schild überträgt seinen Vortrag aus der Märwiler Kirche mit dem Smartphone direkt in die Sozialen Medien. (Bild: Christoph Heer)

200'000 Kandidaten waren es weltweit, übrig geblieben sind 100 und einer davon ist Steve Schild (35) aus Elgg. 24 von den besagten 100 werden das Raumfahrtprojekt «Mars One» definitiv in Angriff nehmen. Auf Einladung des Dorfvereins referiert der Visionär und bald zweifache Vater in der Kirche, rund 60 Zuhörer lauschen gespannt seinen Ausführungen. «Wenn es nicht noch zu mehr Verzögerungen – unter anderem infolge finanzieller Schwierigkeiten – kommt, sollte die permanente Besiedelung des Mars ab 2032 möglich sein. Und genau da will ich mit dabei sein.»

Steve Schild lebt seinen Traum, hat es weit gebracht und steht kurz vor der Entscheidung. «Es könnte jeden Tag so weit sein, dass wir kontaktiert werden und unser Vorbereitungsprogramm in die finale Phase geht. Wir wissen aber nicht, wann es so weit sein wird, daher kann es auch erst im nächsten Jahr weitergehen.» Falls es Schild tatsächlich unter die letzten 24 schafft, wird er eine zehnjährige Astronauten-Vollzeitausbildung absolvieren um dann in sieben Monaten zum Mars zu reisen.

Eine Reise ohne Familie und ohne Rückkehr

Natürlich wird der Marsianer in Märwil auf sein privates Umfeld angesprochen; Steve Schild wird im Februar zum zweiten Mal Vater und wird, wenn es soweit ist, alles hinter sich lassen müssen. «Meine Frau unterstützt mich auf meinem Weg voll und ganz. Und ja, ich werde auf diese Reise ohne Rückkehrmöglichkeit gehen», sagt er überzeugt.

Die Märwiler finden dies einerseits fantastisch, andererseits auch ein Stück weit zu verträumt. «Ich kann mir das nicht vorstellen», «schon etwas egoistisches Denken dabei», oder «er lebt seinen Traum und macht alles dafür», sind Meinungen der Dorfvereinsmitglieder. Spannend wird es auf alle Fälle bleiben und nun kennen sie den Protagonisten persönlich.

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