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Ein Thurgauer schiesst den HC Thurgau ab

Nach sieben Auswärtssiegen in Folge reisst die Erfolgsserie des Ostschweizer Swiss-League-Clubs auf fremdem Eis. Bei der 1:2-Niederlage in der Ajoie erzielt Reto Schmutz beide Tore für die Jurassier.
Matthias Hafen, Pruntrut
Nach sieben Siegen in Folge auf fremdem Eis setzte es für Kenny Ryan und den HC Thurgau am Sonntag in der Ajoie mal wieder eine Niederlage ab. (Bild: Mario Gaccioli, Kloten, 22. September 2018)

Nach sieben Siegen in Folge auf fremdem Eis setzte es für Kenny Ryan und den HC Thurgau am Sonntag in der Ajoie mal wieder eine Niederlage ab. (Bild: Mario Gaccioli, Kloten, 22. September 2018)

Die Ausgangslage war verheissungsvoll. Ajoie trat gegen Thurgau ohne den verletzten Kanadier Jonathan Hazen und somit nur mit dem halben Filetstück seiner beeindruckenden Offensive an. Und weil auch die weiteren Schlüsselspieler Nicolas Thibaudeau (verletzt), Kevin Ryser und Mathias Joggi (beide grippeerkältet) fehlten, dezimierte sich das Aufgebot der Jurassier am Sonntagabend auf drei Linien. Der Teppich für Thurgaus achten Auswärtssieg in Folge war ausgelegt.

Der HCT wusste die Ausgangslage jedoch nicht zu nutzen. Pruntrut bleibt auch unter solchen Voraussetzungen ein hartes Pflaster für die Gastteams. Zumal Ajoies Philip-Michael Devos bei einem Ausfall seines Landsmanns Hazen einfach dessen Schicht auch noch übernimmt und gegen den HCT auf weit über 20 Minuten Eiszeit kam.

Erstes Tor fällt erst im Mitteldrittel

An der Seite von Center und Topskorer Devos spielten Reto Schmutz und Sandro Forrer, die beiden Thurgauer Flügelstürmer in Diensten des HC Ajoie. Sie waren es, die in dieser temporeichen aber torarmen Partie das Skore eröffneten. Kurz vor Spielmitte erzielte Schmutz das 1:0 für Ajoie, indem er einmal ums Thurgauer Tor kurvte und an Jan Vogel, Joel Steinauer und Simon Seiler vorbei ins Tor traf. Teamkollege Forrer hatte im Slot Thurgaus Goalie Janick Schwendener entscheidend die Sicht verdeckt. Auch das 2:0 in der 35. Minute ging aufs Konto von Schmutz. Der Thurgauer, der in der Ajoie seit längerem eine neue Heimat gefunden hat, profitierte von einer freiliegenden Scheibe vor dem Tor. Dies, nachdem HCT-Verteidiger Steinauer von Jordane Hauert regelrecht abgeschossen worden war und unmittelbar danach keine Kontrolle über den Puck mehr hatte.

Thurgau vermochte gegen den Tabellenvierten durchaus mitzuhalten. Doch der Mannschaft von Trainer Stephan Mair fehlte an diesem Abend die letzte Entschlossenheit. Nach einem starken Start verlor sie nach und nach die Kontrolle übers Spiel. Es blieb jedoch stets eine Begegnung auf Augenhöhe, die die Gäste mit etwas mehr Fortune auch für sich hätten entscheiden können. Cody Wydo brachte im letzten Drittel Zuversicht zurück auf die HCT-Bank, die von zahlreich mitgereisten Anhängern lautstark unterstützt wurde. Der Amerikaner verwertete einen Abpraller des ansonsten starken Ajoies Goalies Dominik Nyffeler zum 1:2 (55.), nachdem Nyffeler Simon Seilers Weitschuss nicht unter Kontrolle gebracht hatte.

Powerplay hat zu wenig Durchschlagskraft

Doch mit den Sekunden auf der Matchuhr zerrannen auch die Thurgauer Hoffnungen. Selbst eine Strafe gegen das Heimteam zwei Minuten vor Schluss und ein sechster Feldspieler anstelle von Goalie Schwendener verhalf den Gästen nicht mehr zum Ausgleich. Der HCT verlor sein letztes Spiel im Jahr 2018 im Mitteldrittel, als er zu einfach Tore zuliess und unmittelbar im Anschluss ans 0:2 ein vier Minuten langes Überzahlspiel nicht zum Anschlusstreffer nutzte. «Ich habe mir schon mehr erhofft», sagte ein enttäuschter Trainer Mair nach der 1:2-Niederlage. Dass damit auch die Erfolgsserie auf fremdem Eis nach sieben aufeinanderfolgenden Siegen riss, kümmert ihn indes wenig. «Mein Fokus liegt immer nur auf dem nächsten Spiel», sagt der Südtiroler. Dieses findet am Mittwoch, 2. Januar, um 16 Uhr zu Hause gegen die GCK Lions statt.

Ajoie – Thurgau 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)

Voyeboeuf, Pruntrut – 2068 Zuschauer – SR Erard/Gäumann, Pitton/Rebetez.
Tore: 28. Schmutz (Devos) 1:0. 35. Schmutz (Hauert, Devos) 2:0. 55. Wydo (Seiler, Rundqvist) 2:1.
Strafen: 6-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Privet) gegen Ajoie, 3-mal 2 Minuten gegen Thurgau.
Ajoie: Nyffeler; Hauert, Weisskopf; Pouilly, Birbaum; Dotti, Casserini; Schmutz, Devos, Forrer; Wüst, Montandon, Frossard; Petrig, Privet, Macquat; Fabio Arnold, Suleski.
Thurgau: Schwendener; Parati, Seiler; Collenberg, Steinauer; Wildhaber, El Assaoui; Gurtner; Wydo, Rundqvist, Ryan; Merola, Fuhrer, Zanzi; Michael Loosli, Brändli, Janik Loosli; Moser, Vogel, Frei.
Bemerkungen: Ajoie ohne Hazen, Schmidt, Thibaudeau (alle verletzt), Ryser und Joggi (beide krank). Thurgau ohne Eric Arnold, Bahar, Engeler (alle verletzt), Kellenberger, Hänggi, Moosmann und Rattaggi (alle überzählig/Farmteam). – Thurgau ab 58:48 ohne Goalie, dafür mit sechstem Feldspieler. – 59:54 Time-out Thurgau.

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