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Ein Stück Arboner Zeitgeschichte

Der Chef des Saurer Museums hat eine Uhr entworfen. Ihr kommt eine besondere Bedeutung zu.
Tanja von Arx
Dieses Bijou kostet 1800 Franken. (Bild: PD)

Dieses Bijou kostet 1800 Franken. (Bild: PD)

Zeit spielt bei Saurer eine grosse Rolle. Nicht nur gibt die Firma der Stadt seit Dutzenden von Jahren ein Gesicht – die Geschichte Arbons ist vorrangig durch sie eine industrielle hinsichtlich Textilien und Lastwagen. Auch Uhren sind denn tragendes Thema. Einerseits lange ein eigener Geschäftsbereich über den Grosseinkauf für die Fahrzeuge, andererseits ein Symbol für Dankbarkeit und Ehre.

Die Hälfte ist schon weg

Uhren – Taschenuhren, Armbanduhren – wurden lange Jahre besonderen Mitarbeitern übergeben: Langjährigen Angestellten und sogenannten Kilometer-Millionären, sprich Lastwagenfahrern, die bei der Arbeit die Million Reisekilometer knackten. Ruedi Baer, Chef des Saurer-Museums sowie Herz und Kopf der Saurer-Geschichte, will diese Tradition wieder aufleben lassen. In Anlehnung an die Uhren hat er ein Modell mit klassischer Handschrift entworfen, mit dem Saurer-Logo und eleganten Ziffern.

Seit gestern kann man davon fünfzig Stück kaufen. «21 sind schon weg», sagt Baer. Die Uhren ins Leben zu rufen habe rund ein Jahr gedauert. «Bis zur definitiven Gestalt war es ein langer Weg, ganz speziell verlief der Entwurf des Zifferblatts.» Die Kosten habe er selber getragen, um den Verein nicht zu belasten. «Beauftragt habe ich Schweizer Hersteller, namentlich zehn verschiedene Lieferanten.» Baer sagt, über Private sei er an die Leiterin des Beyer Museums Zürich gelangt. «Sie hat mich an den Konstrukteur der Time Machines in Zürich vermittelt, an Miki Eleta.» Den Entwurf umgesetzt habe schliesslich die Novel Uhrenmacherei in Schaffhausen. Ihre Gründer Jonas Köppel, Stefan Hofmann und Christopher Iff sagen über Baers Armbanduhr mit Automatik und blauen Ziffern: «Es handelt sich um ein schlichtes Werk, das auf wichtige Faktoren reduziert ist und auf die Komposition existierender Teile fokussiert.»

Ruedi Baer, Chef des Saurer Museums. (Bild: Max Eichenberger)

Ruedi Baer, Chef des Saurer Museums. (Bild: Max Eichenberger)

Köppel und Hofmann haben auch Uhren Privater restauriert, nach denen das Saurer Museum fragt und welche die Verantwortlichen ausstellen. «Die älteste stammt aus den 1920ern, Lastwagenfahrer haben welche bis 1983 erhalten», sagt Baer. Eines haben alle gemeinsam: Sie wurden speziell für Saurer hergestellt, in kleinen Serien und jeweils mit Handaufzug. «Einige kann man im Internet ersteigern», sagt Baer. «Der Preis variiert allerdings erheblich.»

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