Ein Spitzen- aber kein Rekordjahr für die Kreuzlinger Badi

Knapp 120000 Badigäste registrierte das «Hörnli» in der abgelaufenen Saison. Mit mehr Besuchern dürfe man nicht rechnen. Zu Reden könnten zum Saisonstart die neuen Parkgebühren geben. 

Urs Brüschweiler
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Jürg Schlatter, Urs Oberhänsli, Ruedi Wolfender und Kurt Kasper von der Genossenschaft Schwimmbad Hörnli sowie Nelly Bolliger und Heike Burgermeister vom Gastro-Team warten auf die neue Badi-Saison. (Bild: Urs Brüschweiler)

Jürg Schlatter, Urs Oberhänsli, Ruedi Wolfender und Kurt Kasper von der Genossenschaft Schwimmbad Hörnli sowie Nelly Bolliger und Heike Burgermeister vom Gastro-Team warten auf die neue Badi-Saison. (Bild: Urs Brüschweiler)

Sonnenschein von Mai bis September. Was kann einer Badi schöneres passieren? In der Tat war der Sommer 2018 denn auch ein gutes, bis sehr gutes Jahr für die Genossenschaft Schwimmbad Hörnli, wie Präsident Jürg Schlatter berichtet. Aber mit 119218 registrierten Eintritten erreichte man den Rekordwert von 124005 aus 2015 dennoch knapp nicht. «Wenn den ganzen Sommer hindurch schönes Wetter ist, gibt es eine gewisse Sättigung.» Obwohl die Sonne auch im Herbst kräftig schien, seien weniger Besucher in die Badi gekommen. Und auch einzelne Spitzentage mit 4000 Gästen pro Tag habe es deshalb 2018 nicht gegeben. «Ich denke im Bereich von 120000 Besuchern pro Jahr ist das Maximum wohl erreicht.»

Keine schweren Unfälle

Jammern will man sowieso nicht im «Hörnli». Sie hätten sehr hohe Einsatzzeiten leisten müssen. Aber das gehöre zum Job, meint Chefbademeister Dominique Assire. Er und sein unverändertes Team sind nun wieder bereit für die neue Saison. Glücklich sind die Verantwortlichen, dass es in der abgelaufenen Saison keine nennenswerten Unfälle zu verzeichnen gab. Darauf hofft man auch 2019.

Die Entschärfung an der Breitrutsche im Vorjahr hätte sich bewährt. Die Rutscher seien jetzt schneller und spritziger unterwegs, aber auch sicherer. Ausserdem konnte man dadurch nun eine technische Änderung realisieren, wodurch man sich eine Wasserpumpe und Strom spare. 

Saisonstart ist am 27. April, der Vorverkauf am 26. April.

Für Badigäste kostet das Parkieren maximal zwei Franken pro Tag

Dass der Parkplatz beim Freibad Hörnli bewirtschaftet werden muss, ist seit vielen Jahren klar. Auf die neue Saison wird es nun aber definitiv soweit sein. «Das Ende der Toleranz von kantonaler Seite ist erreicht gewesen», sagt Ruedi Wolfender. Die Schrankenanlage wurde bereits im Oktober in Betrieb genommen. Einige Kinderkrankheiten habe man bereits ausgemerzt. 484 Parkplätze sind es jetzt fix, Erweiterungsraum bei Grossandrang gibt es nicht mehr. Dafür hat man die Anzahl der Veloabstellplätze verdoppelt.

Die Parkgebühr kostet einen Franken pro Stunde. Allerdings gibt es für Badibesucher eine Extralösung. Neben den normalen Ticketautomaten vor dem Badi-Eingang gibt es im Badigelände zwei weitere. Dort kann man für pauschal zwei Franken das Ticket für die Ausfahrt entwerten. Ein Schwimmbadbesucher zahlt also für den ganzen Tag maximal zwei Franken. Das Ausfahrticket könne man jederzeit bezahlen. So löse man das Problem, wenn bei plötzlichem Regen alle Badigäste gleichzeitig gehen wollen. Im Extremfall können die Bademeister aber die Schranken öffnen. Wer ein Jahresabo des «Hörnli» besitzt, kann für 50 Franken auch ein Parkierungs-Saisonabo kaufen. «Es ist ein ausgeklügeltes System und die beste aller Lösungen», sagt Ruedi Wolfender.

«Wir befürchten langfristig keine Einbussen bei den Badegästen, weil jetzt Parkgebühren eingeführt werden», sagt Genossenschaftspräsident Jürg Schlatter