Kreuzlingens zweiter Sieg im Playoff-Final kostet Nerven

Im Heimspiel vom Dienstagabend gegen Lugano führt der SC Kreuzlingen nur ganz am Anfang und ganz am Schluss. Doch das reicht, um die Tessiner mit 15:13 auf Distanz zu halten.

Matthias Hafen
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Die zahlreich erschienenen Zuschauer im Schwimmbad Hörnli trugen Kreuzlingens Mannschaft im vierten Viertel zum Sieg.Bild: Mario Gaccioli

Die zahlreich erschienenen Zuschauer im Schwimmbad Hörnli trugen Kreuzlingens Mannschaft im vierten Viertel zum Sieg.Bild: Mario Gaccioli

Der SC Kreuzlingen hat die Nase im Meisterrennen wieder vorne. Die NLA-Wasserballer vom Bodensee gewannen am Dienstagabend vor einem enthusiastischen Heimpublikum 15:13 und führen in der Best-of-5-Finalserie 2:1. Setzen sich die Thurgauer auch am Donnerstagabend in Lugano durch, sind sie Schweizer Meister.

Beim 15:13-Heimsieg brauchten die Kreuzlinger allerdings Geduld. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Redder führte nach einem Blitzstart schnell mit 3:1, öffnete dann dem Gegner aber Tür und Tor für das erste Break in der Finalserie. Das 3:2 nach 5:30 Minuten war die letzte Kreuzlinger Führung bis zum 14:13 zwei Minuten und 21 Sekunden vor Schluss.

Kreuzlingen beweist längeren Atem

Dazwischen war es einmal mehr ein Kampf auf Augenhöhe zwischen den derzeit besten Schweizer Wasserballteams. Lugano zeigte im Freibad Hörnli, dass es ganz und gar nicht gewillt ist, Kreuzlingen den Meistertitel kampflos zu überlassen. Den Thurgauern war zuzuschreiben, dass sie trotz der zwischenzeitlichen Baisse im ersten Viertel nie abreissen liessen und stets am Gegner dran blieben. Das 4:1 im Schlussviertel stellte zudem unter Beweis, dass Kreuzlingen in dieser Saison meist den längeren Atem hat.

Die Kreuzlinger (weisse Kappen) hatten gegen die Luganesi einmal mehr zu beissen, setzten sich aber vor heimischem Publikum zum zweiten Mal durch. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Kreuzlinger (weisse Kappen) hatten gegen die Luganesi einmal mehr zu beissen, setzten sich aber vor heimischem Publikum zum zweiten Mal durch. (Bild: Mario Gaccioli)

Lugano verstand es an diesem Abend bestens, Kreuzlingens Schlüsselspieler aus dem Spiel zu nehmen. Center Jonny Lotero war ebenso abgemeldet wie Ligatopskorer Milan Petrovic. Dafür sprang Robin Pleyer in die Bresche. Der Team-Captain machte das Spiel seines ­Lebens, riss die Mannschaft im Becken richtiggehend mit und stand am Ende dank sechs Treffern als Topskorer des Spiels da. «Ich versuche immer, mit Taten voranzugehen», sagte Pleyer nach dem Spiel schon fast bescheiden. «Wenn es dann so herauskommt wie heute, ist es natürlich umso schöner.»

Pleyer hätte es gerne einmal weniger spannend

Der SCK-Captain bescheinigt seinem ganzen Team eine Topleistung – auch mental. «Es war grossartig zu sehen, wie im letzten Viertel nochmals alle Vollgas gegeben haben.» Pleyer ist überzeugt, dass Kreuzlingen in dieser Finalserie die bessere Mannschaft ist. «Natürlich würden wir gerne mal gewinnen, ohne es so spannend zu machen.» Schon die ersten zwei Finalspiele waren eine enge Sache.