Kommentar

Ein Satz mit Brisanz

Ein Kommentar von Amriswil-Redaktor Manuel Nagel zur Kandidatur Andreas Müllers für das Schulpräsidium.

Manuel Nagel
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Amriswil-Redaktor Manuel Nagel.

Amriswil-Redaktor Manuel Nagel.

Bild: Donato Caspari

Er wollte bereits vor vier Jahren und durchlief auch das Auswahlverfahren erfolgreich, doch weil damals sämtliche Amriswiler Parteien die Kandidatur Christoph Kohlers unterstützten, legte Andreas Müller den Plan, Schulpräsident zu werden, ad acta und verzichtete auf eine wilde Kandidatur.

Diesmal kandidiert er. Der Amriswiler Kulturbeauftragte ist nicht gerade bekannt als Spring-ins-Feld. Er muss sich also gute Chancen ausrechnen, wenn er sich so exponiert. Obwohl in den bisherigen drei Jahren Amtszeit von Christoph Kohler keine Probleme an die Öffentlichkeit gedrungen sind, muss sich die Ausgangslage verändert haben.

Denn ein Satz in Andreas Müllers offizieller Medienmitteilung lässt aufhorchen. Nämlich der, dass «mehrere Personen aus dem Umfeld der Volksschulgemeinde sowie weitere schulisch und politisch interessierte Persönlichkeiten» an ihn herangetreten seien und ihn um seine Bewerbung gebeten hätten. Mit diesem Satz tönt Müller an, dass es hinter den Kulissen der Schule rumort – und dass der Rückhalt Christoph Kohlers bröckelt.

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