Ein runder Tisch für die Arboner Altstadt

Die Stadt möchte in Gesprächen gemeinsame Nenner zur Zukunft der Altstadt finden. Stadtpräsident Andreas Balg hofft auf konkrete Vorschläge – SVP-Stadtparlamentarier Reto Gmür liefert einige.

David Grob
Drucken
Teilen
Die Hauptstrasse in der Arboner Altstadt. (Bild: PD)

Die Hauptstrasse in der Arboner Altstadt. (Bild: PD)

Mit einem runden Tisch will der Stadtrat das weitere Vorgehen nach der abgelehnten Vorlage «Lebensraum Altstadt» diskutieren. «Wir hoffen, alle relevanten Akteure zusammenzubringen», sagt Stadtpräsident Andreas Balg. Man wolle die Aktualität nutzen und Meinungen einholen.

Auch Reto Gmür vom Nein-Komitee begrüsst die Idee eines runden Tisches.

«Wir hoffen, dass daraus ein gemeinsames Projekt entsteht, welches den Namen ‹Lebensraum Altstadt› auch wirklich verdient.»
Reto Gmür begrüsst einen runden Tisch. (Bild: Andrea Stalder)

Reto Gmür begrüsst einen runden Tisch. (Bild: Andrea Stalder)

Balg hofft in den Gesprächen auf «konkrete Lösungsvorschläge» der Gegner. Solche nennt der SVP-Stadtparlamentarier Gmür. «Ich könnte mir etwa vorstellen, dass die Altstadt nur von Zubringern ab der Höhe des Denners befahren werden darf.» Die Gegner seien nicht allen Elementen des Projekts ablehnend gegenüber gestanden. Das Beleuchtungskonzept habe ihm gefallen, sagt Gmür. Er folgert: «Gewisse Aspekte des abgelehnten Projekts können als Basis für neue Ideen dienen.»

Gmür findet die Finanzlage weiterhin ungünstig

Ein Hauptargument der Gegner war die schiefe Finanzlage der Stadt. Das positiv ausfallende Budget der Stadt für 2018 bedeutet für Gmür keine grundlegende Verbesserung der Situation. Gmür sagt: «Der Turnaround ist noch lange nicht geschafft.»Die Finanzlage für ein teures Projekt sei weiterhin ungünstig. Auch die Bundes- und Kantonsgelder, die bis 2027 gesprochen werden können, sieht Gmür nicht gefährdet. «Wenn in den nächsten Jahren ein vernünftiges Projekt eingereicht wird, dann ist es realistisch, die Gelder zu erhalten.»

Doch auch ohne teures Projekt könnte die Altstadt aufgewertet werden, zeigt sich Gmür überzeugt. Weniger Restriktionen von Seiten der Stadt seien aber nötig. «Ladeninhaber könnten etwa einen Teil des Trottoirs als Ablagefläche benutzen», sagt Gmür, der selbst ein Altstadtgeschäft führt.

Beide, Balg und Gmür, streben grundsätzlich das gleiche Ziel an: eine Aufwertung der Altstadt. Balg hofft, hierfür auf einen gemeinsamen Nenner zwischen Gegner und Befürwortern. Gmür auf eine «echte Aufwertung» der Altstadt. Sind damit alle Probleme vom Tisch? Die Gespräche werden es zeigen. Wann diese stattfinden werden, ist momentan noch nicht klar. «Möglichst bald», hofft Balg.