Ein Pinguin und ein Eisbär entdecken den Weltraum

Das Bodensee Planetarium in Kreuzlingen hat einen neuen Film im Programm. Er eignet sich besonders für Familien und geht dem Geheimnis der Polarnächte auf den Grund. Am Donnerstag war Premiere.

Manuela Olgiati
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Um das Rätsel der Polarnächte am Süd- und Nordpol zu lösen, bauen Pinguin James und Eisbär Vladimir eine Sternwarte. (Bild: PD)

Um das Rätsel der Polarnächte am Süd- und Nordpol zu lösen, bauen Pinguin James und Eisbär Vladimir eine Sternwarte. (Bild: PD)

Mit dem neuen Programm wird die breite Palette der Programme im Bodensee Planetarium und Sternwarte in Kreuzlingen um einen sehenswerten Film erweitert. Die Animationsshow, die vom Planetarium St. Etienne in Frankreich produziert wurde, nimmt Kinder und Erwachsene mit auf eine astronomische Reise durch eisige Landschaften und tief ins All.

Der Film «Polaris» handelt von einer Wissensreise mit James und Vladimir. James, ein um die Welt reisender, wissensdurstiger Pinguin vom Südpol, trifft in der eisigen Welt des Nordpols den Eisbären Vladimir. Zusammen schauen sich die beiden Freunde die Sterne an und wundern sich über die Länge der Polarnächte.

Die beiden Forscher bauen ein Raumschiff

Um deren Rätsel zu lösen, baut Vladimir eine Sternwarte. Er will mit dem Teleskop von James den Nachthimmel beobachten. Sternbilder und der Planet Saturn mit seinen Ringen tauchen auf. Weil die beiden Forscher die Erde von oben betrachten möchten, bauen sie ein Raumschiff. Auf einer Weltraum-Reise um die Erde, entdecken sie Mars, Saturn und noch viel mehr. Die Story begeistert. Gross ist der Applaus der dreissig geladenen Gäste an der Premiere vom Donnerstagabend nach der Vorstellung.

Ehrenamtliche leiten über 600 Führungen

Nach den Umstrukturierungen der letzten 12 Monate kann das Planetarium einen noch wertvolleren Beitrag für die Region leisten. Die Bekanntheit will man weiter steigern. Pro Jahr gebe es rund 650 Führungen. «Schulen bilden die grösste Gästegruppe», sagt Stiftungsratspräsident Rainer Sigrist. Schliesslich gehe es um Bildung und Weiterbildung.

Rainer Sigrist, Stiftungsratspräsident des Planetariums, und Vorführer Robert Testa freuen sich über das neue Programm. (Bild: Manuela Olgiati)

Rainer Sigrist, Stiftungsratspräsident des Planetariums, und Vorführer Robert Testa freuen sich über das neue Programm. (Bild: Manuela Olgiati)

Dank Spendengeldern kann die Institution viel bieten. Die Astronomische Vereinigung Kreuzlingen fördert das Interesse bei ihren 300 Mitgliedern, Schülern und Erwachsenen. 25 arbeiten ehrenamtlich als Vorführer im Planetarium und in der Sternwarte. «Am frühen Oktoberabend steht noch das auffällige Sommerdreieck hoch am Himmel», erklärt Vorführer Robert Testa unter der Kuppel. Ein Blick ins Sternenbild zeige, dass, sobald der Himmel finster werde, Pegasus im Südosten heranziehe. Das fast quadratische Sternbild bildet mit seinen vier hellsten Sternen das markante Herbstviereck. Einen Stern muss Pegasus teilen: Er gehört ihm wie seiner Nachbarin Andromeda.

Das Bodensee Planetarium lädt ab sofort zur astronomischen Reise ein. Eine Anmeldung für Gruppen ist erwünscht.

Die Vorstellung eignet sich für Kinder ab sechs Jahren. Der Film dauert rund 60 Minuten. Weitere Infos unter: www.bodensee-planetarium.ch

Die Sonne, Prag und der Biber

Das Seemuseum, das Rosenegg und die Sternwarte lockten zum internationalen Museumstag, der unter dem Motto «das hypervernetzte Museum» stand. Mehrere hundert Besucher zeigten ihr Interesse.
Manuela Olgiati