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Ein neuer Kunstrasenplatz für die Kreuzlinger Kicker

Fussball boomt. Auf den Plätzen und in den Hallen der Stadt wird es immer enger. Ein neuer Kunstrasenplatz im «Döbeli» soll dem Dichtestress nun Abhilfe schaffen.
Urs Brüschweiler
Ruedi Herzog, Tania Bittner, Isabelle Wepfer und Daniele Scardino vom Pro-Komitee «Ja zum Kunstrasenplatz im Gebiet Döbeli». Das bestehende Spielfeld auf Klein Venedig (Bild) reicht für zwei wachsende Fussballvereine nicht mehr aus. (Bild: Reto Martin)

Ruedi Herzog, Tania Bittner, Isabelle Wepfer und Daniele Scardino vom Pro-Komitee «Ja zum Kunstrasenplatz im Gebiet Döbeli». Das bestehende Spielfeld auf Klein Venedig (Bild) reicht für zwei wachsende Fussballvereine nicht mehr aus. (Bild: Reto Martin)

«Die Fussballer wollen das ganze Jahr draussen trainieren.» Daniele Scardinos Verein, die AS Calcio, könnte am meisten profitieren, wenn die Kreuzlinger Stimmbürger am 10. Februar den Bau eines neuen Kunstrasenfeldes im «Döbeli» bewilligen. Aber auch viele andere Sportvereine hätten einen Mehrwert. Der FC Kreuzlingen müsste den bestehenden Kunstrasen auf Klein Venedig nicht mehr mit der AS Calcio teilen. Scardino sagt:

«Unsere Naturrasenplätze sind überstrapaziert. Ein Kunstrasenplatz kann auch im Winter und bei fast jedem Wetter genutzt werden.»

Turnhallen sind 100 Prozent ausgelastet

Und wenn die Fussballer im Freien kicken, bleibt mehr Raum für andere Vereine in den Turnhallen. Diese seien aktuell zu 100 Prozent ausgelastet. Der Turnverein, Pallavolo, die Handballer, die Gymnastikgruppe und viele andere Vereine sind deshalb auch unterstützend mit dabei im Abstimmungskampf. Die Kreuzlinger Sportvereine haben in den letzten Jahren verstanden, dass sie sich vernetzen und zusammenstehen müssen.

Ein Projektskizze zeigt, wie die Situation nach dem Bau aussehen wird. (Bild: PD)

Ein Projektskizze zeigt, wie die Situation nach dem Bau aussehen wird. (Bild: PD)

Ein Pro-Komitee des Sportnetzes

«Es ist unsere Aufgabe, die Sportinfrastruktur zu verbessern», erklärt Sportnetz-Präsident Ruedi Herzog. Deshalb wolle man mit einem Pro-Komitee vor der Volksabstimmung aktiv auftreten und das Bedürfnis aufzeigen. «Die Situation mit den Spielfeldern ist heute prekär, die Flächen sind knapp.» Es sei auch gut, dass der Stadtrat die Situation mit den Fussballplätzen geklärt habe. Mittelfristig, das heisse für etwa eine Generation, bleiben die Spielfelder im Döbeli und im Hafenareal erhalten und werden nicht ins Gebiet Seezelg gezügelt. Mit dem zusätzlichen Kunstrasenfeld wäre der ausgewiesene Bedarf für die Sportler weitgehend abgedeckt: Vier Naturrasen- und zwei Kunstrasenplätze stünden auf Stadtgebiet zur Verfügung.

Erfahrung zeigt: System funktioniert gut

Herzog attestiert, dass ein Kunstrasen ökologisch nicht unproblematisch sei. «Das lässt sich nicht wegdiskutieren.» Aber es gebe Ausgleichsmassnahmen und man setze wie beim 2011 erstellten Platz auf Klein Venedig auf ein «unverfülltes System» ohne Mikroplastik. Mit diesem habe man jetzt sieben Jahre Erfahrung gesammelt und es funktioniere in der Praxis ausgezeichnet, sagt Daniele Scardino.

Ein Verein mit rund 500 Mitgliedern

Am 10. Februar befinden die Kreuzlinger Stimmberechtigten über einen Kredit von 2,85 Millionen Franken für die Erstellung eines Kunstrasenplatzes im «Döbeli». Geplant sind zwei Stadionstufen mit 200 Sitz- oder Stehplätzen, eine Beleuchtung sowie eine ökologische Ausgleichsfläche in Form eines Retentionsbeckens. Bei einem «Ja» soll im November mit dem Bau begonnen werden und im Frühling 2020 könnte der Spielbetrieb aufgenommen werden. Hauptnutzerin des Platzes wäre die AS Calcio. «Unser Verein hat allein seit der Fussball-WM im Sommer 63 Neuanmeldungen von Kindern zwischen 4 und 8 Jahren», sagt Vizepräsident Daniele Scardino. Aktuell stellt man 17 Mannschaften. Die Aktiven und die älteren Junioren würden künftig das ganze Jahr über im Freien trainieren. Der Verein wird 50000 Franken zum Projekt beisteuern. An den nächsten drei Samstagen stellen Mitglieder das Projekt vor dem «Ceha» oder dem «Karussell» vor.

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