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In der Arboner Altstadt eröffnet ein Hanf-Fachgeschäft

Am Samstag eröffnet in der Altstadt das Geschäft «Hanfpeter». Der Besitzer Markus Hauser will mit seinem Laden einen Ort der Begegnung schaffen und aufzeigen, dass Cannabis nicht nur eine Droge ist.
Valentina Thurnherr
Markus Hauser hinter dem Tresen seines neu eröffneten Ladens. (Bild: Reto Martin)

Markus Hauser hinter dem Tresen seines neu eröffneten Ladens. (Bild: Reto Martin)

Der Laden wirkt geräumig. Ein heller Holzboden, antike Apothekertische und ringsum sauber eingeräumte Regale. Nichts wirkt überladen, viel mehr einladend. Erst auf den zweiten Blick erkennt man hier und da ein Hanfblatt auf Verpackungen und erst auf den dritten, was sich in einem riesigen Glas auf dem Tisch in der Mitte des Raumes befindet – getrocknetes Cannabis.

Hundert Prozent natürliche Produkte

Markus Hauser betreibt seit rund zwei Jahren einen Onlineshop in dem er alle möglichen Hanf-Produkte verkauft. «Was wir vertreiben enthält allerdings weniger als 1 Prozent THC», sagt er. Worauf sie stattdessen setzen ist CBD, also Cannabidiol. In Geruch und Aussehen unterscheidet es sich nicht von THC, allerdings in der Wirkung. Während THC einen Rauschzustand herbeiführt, soll CBD einen beruhigenden Effekt haben. Angeblich soll der Wirkstoff auch einen positiven Einfluss auf Schmerzen von beispielsweise Rheuma und Arthritis haben, oder auch bei Menstruationskrämpfen helfen. Solange Swissmedic (Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel), diese Effekte aber nicht offiziell bestätigt, darf sie Hauser seinen Kunden auch nicht anpreisen. Er selbst ist überzeugt von der Wirkung des Produkts. «Ich persönlich glaube, dass es hilft. Sei das nun, weil man daran glauben möchte, oder weil es wirklich so ist.»

Hauser produziert seine Ware selber und beliefert damit auch das Tabakfachgeschäft Wellauer AG. «Ich achte darauf, bei meinen Produkten nur biologische Dünger zu verwenden und setze keine Gifte ein. Bei mir ist alles Hundert Prozent natürlich.» Er habe lange gewartet bis er eine solche Partnerschaft eingegangen sei. «Mir war wichtig, dass die Firma die gleichen Werte vertritt wie ich.» Das Sortiment im eigenen Laden will Hauser noch weiter ausbauen. «Demnächst soll es auch Lebensmittel, wie Hanfmehl, -öl und -samen geben. Ausserdem möchte ich auch Kosmetikprodukte anbieten, wie etwa Bodybutter und Lippenbalsame.» Des weiteren können seine Kunden ihm auch Vorschläge machen, welche Produkte er in sein Sortiment aufnehmen soll.

Mehr Aufklärung zum Thema Hanf

Über dem Lokal soll ein «Cannabis Social Club» entstehen, ein Non-Profit-Verein, der sich für die Aufklärung zu Themen rund um Hanf einsetzen soll. Ein weiteres Ziel sei, in Zukunft Informationsanlässe zu veranstalten, an denen auch Leute aus Politik und Medizin auftreten sollen. Dafür wolle Hauser auch Betroffene anfragen, die zum Beispiel an Multipler Sklerose erkrankt sind und von ihren Erfahrungen erzählen. «Ich möchte das Bewusstsein fördern, dass Cannabis nicht einfach nur eine Droge ist.»

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