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Ein glitzerndes Fest: Das Kreuzlinger Seenachtfest Fantastical

Rund 40'000 Besucher strömten während des dreitägigen Kreuzlinger Seenachtfests Fantastical ans Seeufer. Das sind rund 10'000 weniger, als im vergangenen Jahr. Schuld war wohl der Regen am Samstagvormittag.
Rahel Haag
59 Bilder

Strassenkunst und Feuerwerk am Fantastical in Kreuzlingen

Die Besucher sehen sie bereits vom Haupteingang aus. Hoch oben in der Luft wiegen sie hin und her. Zwei Artisten zeigen auf der Bühne mitten auf dem Hafenplatz ihre Show. Sie sind an schwingenden Poles, also Stangen, befestigt. Sie im pinken Kleid, er im glitzernden, blauen Sakko. Sie reicht ihm Luftballons, die er anschliessend an Besucher weitergibt.

Insgesamt rund 25'000 Besucher kamen am Samstag ans Kreuzlinger Seenachtfest Fantastical. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 10'000 mehr. «Das hat wohl mit dem Wetter zu tun», sagt Thomas Gut, Geschäftsführer des Fantasticals. Bis am Mittag hatte es noch geregnet. «Besucher, die weiter weg wohnen, entscheiden jeweils am Morgen, ob sie kommen oder nicht.»

Die zukünftige Braut fliegt im hohen Bogen in den See

Eine Gruppe junger Frauen aus Wattwil hat sich dagegen nicht vom Wetter abschrecken lassen. Sie feiern am Fantastical Junggesellinnen-Abschied. Die zukünftige Braut, Melanie Steinbacher, trägt ein Tutu in Pink. «Ich habe keine Ahnung, was noch auf mich zukommt», sagt sie und lächelt.

Melanie Steinbacher feiert ihren Junggesellinnenabschied. (Bild: Andrea Stalder)

Melanie Steinbacher feiert ihren Junggesellinnenabschied. (Bild: Andrea Stalder)

Die erste Aufgabe hat sie bereits hinter sich. «Ich musste auf den Blopp», sagt Steinbacher. Der Blopp ist ein grosses, im See platziertes Luftkissen. Während eine Person darauf Platz nimmt, springen zwei weitere von einem zehn Meter hohen Turm auf eben jenes Kissen. Ergebnis: Die erste Person fliegt im hohen Bogen in den See. Sie sagt:

«Der Aufprall war schon etwas schmerzhaft, aber jetzt geht es mir wieder gut.»

Der Blopp: Zwei Männer katapultieren einen Dritten in den See. (Bild: Andrea Stalder)

Der Blopp: Zwei Männer katapultieren einen Dritten in den See. (Bild: Andrea Stalder)

Alles in allem verlief der dreitägige Anlass friedlich und ohne Zwischenfälle. «Es gab keinen Personenschaden», sagt Gut, «und das ist das Wichtigste.» Was es dagegen gab, waren mehrere Pöbeleien. Insgesamt mussten fünf Personen vom Gelände weggewiesen werden.

«Eine weitere Person, die der Wegweisung nicht Folge leistete, wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen»

schreibt die Kantonspolizei Thurgau in einer Mitteilung.

Auf dem See, dem Ufer nahe, reiht sich bereits am Nachmittag ein Boot ans andere. Jeder will später einen möglichst guten Blick auf das Feuerwerk erhaschen. Auch an Land haben zahlreiche Besucher ihre Picknickdecken ausgebreitet.

Die Besucher bringen sich auf dem See und an Land in Position für das Feuerwerk. (Bild: Andrea Stalder)

Die Besucher bringen sich auf dem See und an Land in Position für das Feuerwerk. (Bild: Andrea Stalder)

Um 22.15 Uhr hat das Warten dann ein Ende. Während 45 Minuten lassen die Raketen den Nachthimmel erstrahlen. Kaum dass der letzte Knall verstummt ist, beginnen die Besucher zu klatschen und zu jubeln. Die Bootsbesitzer stimmen mit ihren Hupen mit ein.

Deutlich mehr Besucher am «Chrüzlinger Obig»

Ein Feuerwerk hatte es bereits am Abend zuvor zu bestaunen gegeben. Der «Chrüzlinger Obig» am Freitag war für die Einheimischen gedacht. Denn: Die Stadt und die lokalen Vereine würden seit Jahren das Rückgrat des Festes bilden.

«Unser oberstes Ziel war, dass sich der Gastgeber selber feiert, und das ist uns gelungen.»

Insgesamt seien rund 10000 Gäste gekommen. «Das sind deutlich mehr als in vergangenen Jahren.»

Der Sonntag begann um 11 Uhr mit einem Familiengottesdienst mit einem Gospelchor aus Winterthur. «Der Gottesdienst ist eines unserer Herzensprojekte», sagt Gut. Umso mehr freut er sich, dass auch am Sonntag noch viele Besucher auf das Gelände strömten. «Manche kamen zum Zmittag, andere lauschten der Livemusik.»

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