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Ein Fest für die Angehörigen

Anstelle der Gala im Winter führt die Feuerwehr Amriswil nun ein Sommerfest in lockerer Atmosphäre durch. Am Freitag hatte der «Feuerabend» im Wasserschloss Premiere – und diese ist gelungen.
Manuel Nagel
Kommandant Andreas Bösch und Vizekommandant Adrian Salvisberg (Bildmitte) umringt von den fleissigsten ihrer Feuerwehrleute, die mehr als 95 Prozent aller Übungen besucht haben und dafür ein kleines Geschenk bekommen haben. (Bild: Manuel Nagel)

Kommandant Andreas Bösch und Vizekommandant Adrian Salvisberg (Bildmitte) umringt von den fleissigsten ihrer Feuerwehrleute, die mehr als 95 Prozent aller Übungen besucht haben und dafür ein kleines Geschenk bekommen haben. (Bild: Manuel Nagel)

Es gab viel zu lachen am Feuerabend. Moderatorin Sabrina Lehmann meinte scherzhaft, die Feuerwehr habe ihren Abend ja nur vom Pentorama ins Schloss Hagenwil verlegt, weil da der Handyempfang noch schlechter sei und man so bestimmt nicht zu einem Einsatz gerufen werde.

Natürlich war dies nicht der Grund, wie Vizekommandant Adrian Salvisberg verriet. Viel mehr wollte man anstelle eines Galaabends in lockerer Atmosphäre feiern. Es sollte auch ein Fest und somit ein Dankeschön für die Angehörigen sein, die ihre Frauen und Männer während unzähligen Stunden an Übungen und Einsätze ziehen lassen – getreu dem Motto der Amriswiler Feuerwehr: «Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit».

Standschäden beim neuen Fahrzeug

Feuer gab es an diesem Abend nur beim Grill, auf dem man selber Würste braten konnte. (Bild: Manuel Nagel)

Feuer gab es an diesem Abend nur beim Grill, auf dem man selber Würste braten konnte. (Bild: Manuel Nagel)

Die Premiere des Feuerabends ist gelungen, und dafür war nicht nur der herrliche Sommerabend verantwortlich. Organisator Salvisberg und das Team des Wasserschlosses Hagenwil verliehen dem Abend eine ungezwungene Atmosphäre, in der sich die Gäste auf dem ganzen Gelände bewegten und sich austauschten.

The Acoustic 4. (Bild: M. Nagel)

The Acoustic 4. (Bild: M. Nagel)

Im Schlosshof spielte die Band «The Acoustic 4» und es wurden Snacks aus Bauchläden gereicht, während im Schlossgarten selber Würste auf den Grill gelegt und Bier aus dem Hydranten gezapft werden konnte.

Peter Burkhalter, Martin Egli und Hansjakob Laib sind Feuerwehrleute des Jahres 2018

Kommandant Andreas Bösch zeichnete drei seiner Kollegen mit einer Ehrennadel aus und verlieh ihnen am Feuerabend den Titel «Feuerwehrmann des Jahres».
Soldat Peter Burkhalter leistete viel Hintergrundarbeit für das elektronische Einsatzführungssystem EMEREC und fütterte dieses mit Unmengen von Daten und machte dieses so effizienter.
Offizier Martin Egli führt den Verkehrsdienst und ist immer wieder auch an Anlässen wie etwa dem Slow-up dabei, wo er Umleitungen einrichtet und verräumt.
Hauptmann Hansjakob Laib übernahm das Vizekommando während zwei Jahren und ermöglichte so einen geregelten Übergang, damit der jetzige Vize Adrian Salvisberg in dieser Zeit den Kommandantenkurs absolvieren und auch den Pikettzug 2 führen konnte, sodass Salvisberg wichtige Erfahrungen auf allen Stufen sammeln konnte. (man)

Kommandant Andreas Bösch und Vizekommandant Adrian Salvisberg flankieren die drei Feuerwehrmänner des Jahres 2018: Hansjakob Laib, Martin Egli und Peter Burkhalter. (Biöd: Manuel Nagel)

Kommandant Andreas Bösch und Vizekommandant Adrian Salvisberg flankieren die drei Feuerwehrmänner des Jahres 2018: Hansjakob Laib, Martin Egli und Peter Burkhalter. (Biöd: Manuel Nagel)

Doch nebst dem kulinarisch-sozialen Teil gab es auch noch den offiziellen. Einerseits durfte das Kommando Beförderungen und Ehrungen vornehmen – unter anderen auch jene der «Feuerwehrleute des Jahres 2018» (siehe Kasten) – andererseits plauderte Moderatorin Lehmann locker mit Andreas Bösch und Adrian Salvisberg sowie Felix Würth, der im Stadtrat neu das Ressort Sicherheit innehat und für die Feuerwehr zuständig ist.

Illustre Talkrunde mit Stadtrat Felix Würth, Moderatorin Sabrina Lehmann, Kommandant Andreas Bösch und seinem Vize Adrian Salvisberg (v.r.). (Bild: Manuel Nagel)

Illustre Talkrunde mit Stadtrat Felix Würth, Moderatorin Sabrina Lehmann, Kommandant Andreas Bösch und seinem Vize Adrian Salvisberg (v.r.). (Bild: Manuel Nagel)

Zum Gaudi der Anwesenden kitzelte die Moderatorin aus Würth heraus, dass dieser kein Tanklöschfahrzeug (TLF) bedienen könnte, währenddem sich Hansjakob Laib an diesem Abend als Supersingle entpuppte.

Der Vorplatz des Schlosses aus luftiger Höhe. (Bild: M. Nagel)

Der Vorplatz des Schlosses aus luftiger Höhe. (Bild: M. Nagel)

Fahrzeuge waren den ganzen Abend lang ein Thema. So auch das neue Rüstlöschfahrzeug (RLF), welches im Februar in Betrieb genommen wurde. Doch wochenlang sei es nie zu einem Brand gekommen, sagte Lehmann und meinte «Der Karren hatte sicher schon Standschäden». Und dann, als das RLF im Juni endlich zu einem Brand ausrücken konnte, fuhr Lehmann fort, «wisst ihr, was gebrannt hat? Eine Thujahecke!»

Völlig erschöpft beim Znacht

Vizekommandant Salvisberg wandte ein, das RLF, das wie eine grosse Werkzeugkiste sei, habe schon vorher bei einem Unfall einen Einsatz gehabt. Lehmann konterte, dass Salvisberg dies nur sage, weil er beim Brand damals in den Ferien weilte und nicht dabei sein konnte. Und Andreas Bösch meinte dazu passend: «Da sind wir Feuerwehrleute alle immer ein bisschen Kind, wenn es um ein rotes Fahrzeug geht.»

Das Wasserschgloss Hagenwil war Schauplatz des ersten «Feuerabends», der die Feuerwehrgala im Pentorama ersetzt. (Bild: Manuel Nagel)

Das Wasserschgloss Hagenwil war Schauplatz des ersten «Feuerabends», der die Feuerwehrgala im Pentorama ersetzt. (Bild: Manuel Nagel)

Doch es ging nicht nur lustig zu und her. Im Gespräch blickten Bösch und Salvisberg auch auf den Doppeleinsatz in Oberaach und Egnach zurück, als die Feuerwehrleute an ihre Grenzen stiessen – und trotzdem noch ohne zu murren hinterher die Schäuche geputzt hätten. Dabei wollte Kommandant Bösch nach den Strapazen nur einen kleinen Scherz machen. Für ihn sei dies ein Zeichen, dass er sich jederzeit auf seine Leute verlassen könne.

Andreas Bösch selber hatte von diesem Grosseinsatz im März 2018 auch noch eine Anekdote auf Lager. Er sei an jenem Tag völlig erschöpft nach Hause gekommen und habe seiner Familie beim Abendessen davon erzählen wollen – doch er sei noch während des Erzählens auf dem Tisch eingeschlafen.

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