Ein erster Kandidat fürs Kirchenpräsidium in Weinfelden

Roger Häfner-Neubauer will die Nachfolge von Markus Meier als Präsident der
katholischen Kirchgemeinde antreten. Er ist bisher einziger Kandidat für die Wahl an der Kirchgemeindeversammlung am 28. Mai.

Mario Testa
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Roger Häfner kandidiert für das Präsidium der Katholischen Kirchgemeinde Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Roger Häfner kandidiert für das Präsidium der Katholischen Kirchgemeinde Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Markus Meier gibt sein Amt als Präsident der katholischen Kirchgemeinde Weinfelden per Ende Jahr ab. Das hat der langjährige Präsident an der Versammlung im Januar bekanntgegeben. Nun stellt sich der erste Kandidat vor, der Meiers Amt übernehmen will.

Es ist Roger Häfner-Neubauer, Leiter der Einwohnerdienste der Gemeinde Weinfelden und seit 1994 Mitglied der Kirchgemeinde.

«Ein Engagement in der Kirche vor Ort finde ich sinnvoll, man kann viel Positives bewirken. Ich habe Lust auf diese Aufgabe»

sagt Häfner zur Motivation für seine Kandidatur. «Zudem ist der Zeitpunkt jetzt ideal. Die personelle Situation in der Kirche ist sehr gut und Markus Meier konnte mit der Kirchenvorsteherschaft die schwierige Situation der letzten Jahre klären.»

Viel Erfahrung in Kirche und Behörde

Roger Häfner bringt Erfahrung mit Kirchen- und Behördenarbeit mit. «Vor meiner Anstellung bei der Gemeinde war ich zehn Jahre lang Jungendseelsorger bei der katholischen Landeskirche Thurgau. Zudem war ich während sieben Jahren Präsident der Sekundarschulgemeinde Weinfelden», sagt Häfner.

Sein 80-Prozent-Pensum als Leiter der Einwohnerdienste in Weinfelden erlaube ihm, Zeit für das Amt in der Kirche aufzubringen. «Ich habe mit meinen Vorgesetzten bei der Gemeinde meine Absichten besprochen und sie haben mir grünes Licht gegeben.»

Keine Konflikte wegen Anstellung der Ehefrau

Häfners Frau Ursi Häfner-Neubauer arbeitet als Diakonische Mitarbeiterin für die katholische Kirchgemeinde. «Ich sehe darin kein Problem», sagt Häfner. «Die Personalführung obliegt Gemeindeleiter Armin Ruf, nicht der Vorsteherschaft.»

Markus Meier freut sich über die erste Kandidatur für das Präsidium. «Roger Häfner ist ein kirchennaher Mensch. Er hat einiges für die Pfarrei gemacht», sagt er. «Wir nehmen gerne weitere Kandidaturen entgegen. Das steht auch in der Botschaft zur Versammlung, die wir deshalb besonders früh verschicken.»

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