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Ein Apfelbaum für die Langrickenbacher Gemeindepräsidentin

An der Versammlung standen für einmal nicht die Zahlen und Fakten im Mittelpunkt, sondern die abtretende Gemeindepräsidentin und die zwei Gemeinderäte, die zurück treten.
Hana Mauder Wick
Verabschiedung: Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder und die Gemeinderäte Martin Hoffmann, Roger Reinhart hören auf. Das Präsidium übernimmt Denise Neuweiler. (Bild: Hana Mauder Wick)

Verabschiedung: Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder und die Gemeinderäte Martin Hoffmann, Roger Reinhart hören auf. Das Präsidium übernimmt Denise Neuweiler. (Bild: Hana Mauder Wick)

Die Mehrzweckhalle war mit 85 Stimmbürgern gut besetzt. Abschied lag in der Luft: Behördenmitglieder, zwei Gemeinderäte und eine Gemeindepräsidentin galt es zu verabschieden. Ein Abend mit emotionaler Note.

Zum Auftakt führte Schulpräsident Matthias Roth die Versammlung durch die Traktandenliste. Der Hauptakt – die Jahresrechnung 2018 – konnte er mit einem Ertragsüberschuss von 174'985 Franken weit besser als budgetiert (Defizit von 32'510 Franken) vorlegen. Dafür verantwortlich sind höhere Steuereinnahmen.

In der Investitionsrechnung konnte der Erweiterungsbau des Schulhauses Eggethof bereits im Rechnungsjahr 2018 abgeschlossen werden. Der Ertragsüberschuss soll in den Erneuerungsfonds Baufolgekosten (170'000 Franken) und ins Eigenkapital (4985 Franken) einfliessen. Auch Personelles stand an: «Wir müssen von unserer Schulleiterin Sibylle Flückiger Abschied nehmen», erklärte Matthias Roth. «Aber wir haben mit Nicole Schmidhauser eine gute Nachfolgerin gefunden.»

Deutlich höhere Steuereinnahmen

Im Anschluss führte Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder gewohnt souverän ein letztes Mal durch die Jahresrechnung der politischen Gemeinde Langrickenbach. Die Sachgeschäfte winkten die Bürger ohne Gegenwind durch. Mit einem unerwartet hohen Ertragsüberschuss von 432'105 Franken schliesst die Jahresrechnung 2018 ab. «Auch hier sind höhere Steuereinnahmen ein Hauptgrund», erklärte Schnyder.

Der Gemeinderat schlug vor, 250'000 Franken in die Vorfinanzierung Sanierung Gemeindestrasse Eggethof zu investieren. 50'000 Franken fliessen in die Vorfinanzierung EDV-Ersatz Gemeindeverwaltung. Auf 99'000 Franken beläuft sich eine ausserordentliche Abschreibung für die Mehrzweckhalle. Und 32'776 Franken werden dem Eigenkapital zugewiesen. Die Versammlung nahm die Jahresrechnung und die Gewinnverwendung einstimmig an.

«Jetzt ist die Zeit für den emotionalen Teil gekommen»

sagte die Gemeindepräsidentin. Sie überreichte Albert Gügi, Baufachmann im Dienste der Gemeinde, Lob und ein Präsent für über sechs Jahre gewissenhaftes Engagement. Ruth Indermauer erhielt für ihren fast 12-jährigen Einsatz in der Sozialhilfekommission einen Geschenke-Korb.

Gemeinderat Martin Hofmann hat sich in seinem Amt zwölf Jahre lang im Ressort Soziales für die Geschicke der Menschen eingesetzt. Auch für Gemeinderat Roger Reinhart, vier Jahre im Ressort Sicherheit zuständig, war es die letzte Versammlung in offizieller Funktion.

Eine Fachfrau und beliebte Teamplayerin

Dann war es soweit: Der Gemeinderat ehrte Fabienne Schnyder mit einer Power-Point-Präsentation mit dem Titel «Adieu, Fabienne». Kein leichtes Unterfangen, lag sie ihren Kollegen doch als Fachfrau und Teamplayerin am Herzen. Gemeinderat Urs Schär erinnerte an denkwürdige Episoden aus acht Jahren Präsidium und zwei Jahren im Gemeinderat. Daran, wie aus der «Frau Gemeindeammann» die «Gemeindepräsidentin» wurde.

Er erinnerte an die Grossbaustelle Renaturierung Mülibach. Oder an ihre erste Amtshandlung, die Eröffnung des Panoramaweges. Zu den Abschiedsgeschenken gehört ein Apfelbaum nach Wahl. «Es hat einen Vorteil, eine Versammlung zu leiten», sagte Fabienne Schnyder. «Ich habe das letzte Wort.» Sichtlich gerührt bedankte sie sich. «Es war nie ich allein. Ich war immer Teil des Teams».

Die Zukunft der Turnhalle Eggethof

Die Arbeitsgruppe Turnhalle Eggethof stellte kurz ihre Arbeit vor. Das Gebäude hat historische Wurzeln, wurde im Sommer 1944 bewilligt und kurz darauf mit viel Eigenleistung gebaut. Heute ist es in die Jahre gekommen, wird aber noch genutzt. Die Bausubstanz sei gut. Was soll mit dem «Rohdiamanten» in Zukunft geschehen? Ein Zettel mit einer Bewertungsskala von 1 bis 10 soll die Stimmung der Bevölkerung einfangen. Fällt sie positiv aus, wird über ein weiteres Vorgehen entschieden.

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