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Ein 13-köpfiges Team von Freiwilligen pflegt die Bischofszeller Rosengärten

Das Rosengarten-Pflegeteam hat heuer Jahr rund 250 Stunden Fronarbeitet geleistet. Initiant Bernhard Bischof schätzt dieses Engagement sehr. Er kann auf ein gutes Jahr für die Königin der Blumen zurückblicken.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Initiant Bernhard Bischof und die Mitglieder des Pflegeteams beim Rosengarten Harmonie in Bischofszell. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Initiant Bernhard Bischof und die Mitglieder des Pflegeteams beim Rosengarten Harmonie in Bischofszell. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

«Wir sind Rosenfreunde und möchten mit unserer Freiwilligenarbeit der Bevölkerung und den Touristen eine Freude bereiten. Diese Freude ist für uns der grösste Lohn», sagt Bernhard Bischof, OK-Präsident der Rosen- und Kulturwoche. Das 13-köpfige Rosengarten-Pflegeteam hat heuer rund 250 Stunden Fronarbeit geleistet.

Die Hobbygärtnerinnnen und Hobbygärtner kümmern sich jedes Jahr um einen Teil der zwölf Rosengärten der Stadt Bischofszell, in denen über 3500 Rosenstöcke wachsen. «Aus der Taufe gehoben wurde das Pflegeteam vor zehn Jahren», erinnert sich Initiant Bischof.

Nachdem die erste Rosen- und Kulturwoche im Jahr 2002 erstmals stattgefunden hatte, sei kurze Zeit später der Barocke Rosengarten angelegt worden. Die Grundidee: Eine nachhaltige Wirkung mit weiteren Rosengärten entwickeln, und zwar ganzjährig und nicht nur während der Veranstaltung im Frühsommer.

Bischofszells kostbares Juwel

Der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Albert Knoepfli aus Bischofszell erkannte einst das Juwel der Bischofszeller Altstadt und empfahl, diesem Sorge zu tragen. Dies löste einen Renovationsboom aus, was Bischofszell 1987 den Wakkerpreis einbrachte.

Der Barocke Rosengarten hinter der Kantonalbank sei deshalb Albert Knoepfli gewidmet, als Zeichen des Respekts und der Dankbarkeit, sagt Bischof. Mit der Stadt Bischofszell seien dann Vereinbarungen getroffen worden bezüglich Realisierung von Rosengärten und deren Pflege.

Die Rosen- und Kulturwoche erhielt 2006 den Thurgauer Tourismuspreis und vier Jahre später wurde ihr der Titel «Oberthurgauer des Jahres» verliehen. «Mit den Preisgeldern haben wir ein Fondskonto angelegt zur Verschönerung der Stadt mit ihren Rosengärten», erzählt Bischof.

Das Rosenjahr beginnt im März

Ausgesucht wurden die Rosen, die während all der Jahre gepflanzt wurden, nach Farben und Namen – aufgrund historischer Besonderheiten oder passend zum Gesamtbild. Die rote, süss duftende Wildrose «Rosa gallica Tuscany» am Wildrosenhang unterhalb des Känzelis wurde 1596 gezüchtet, in dem Jahr, als eine Kindsmörderin in Bischofszell den Sühnetod erlitt.

Die Mehrheit der Teammitglieder gehört der Regionalgruppe Thurgau der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde an. Mit dem öffentlichen Rosenschnittkurs im Barocken Rosengarten (jeweils im März ) beginnt das eigentliche Rosenjahr.

Der Frühling sei eine arbeitsintensive Zeit mit dem Rosenschnitt, der Düngung sowie dem Unkrautjäten, erläutert Bischof. Im Sommer sei es wichtig, dass Verblühtes immer wieder abgeschnitten wird. «Denn es gibt für einen Rosenliebhaber nichts Schlimmeres als einen ungepflegten Rosengarten», ist Bischof überzeugt.

Lange Hitzeperiode schadete nicht

2018 sei ein gutes Rosenjahr gewesen. Der heisse und trockene Sommer habe den Rosen nicht sonderlich zugesetzt. Rosen seien Tiefwurzler und fänden in tieferen Bodenschichten noch Wasser. Die Blütezeit durch die Hitze sei zwar verkürzt worden, dafür habe es erstaunlich wenige Rosenkrankheiten gegeben, bedingt durch die lange Trockenheit. Einzelne von Mehltau befallene Pflanzenteile wurden sofort abgeschnitten.

Anfang November hat das Bischofszeller Rosengarten-Pflegeteam das Rosenjahr mit einem gemütlichen Schlussessen beendet. «Die Rose ist für mich das Symbol des Lebens», bekennt Bernhard Bischof und ergänzt: «Von der Knospe, über die prachtvolle Blüte, bis hin zum Verwelken der Blume.»

Einladung zur Mitwirkung im Team

Initiant des Rosengarten-Pflegeteams ist Bernhard Bischof, der OK-Präsident der Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche. Ausser ihm und seiner Frau Frances gehören weitere Hobbygärtner aus Bischofszell und Umgebung diesem Team an: Margrit und Marco Gabban, Erika und Peter Wanner, Vreni Bächinger, Karl Brändle, Marianne Keller, Erika Singer, Vreni Süess, Iris Widmer sowie Sonja Wolfensberger. Wer Interesse hat, im Rosengarten-Pflegeteam mitzuwirken, kann sich gerne bei Bernhard Bischof (Telefon 071 422 35 22) melden. (yal)

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