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Egnach sammelt Ideen für eine bessere Gemeinde

Mit einem Workshop begann der Prozess Egnach 2030. Die Absicht ist es, in den nächsten Jahren mit Mut und Lust die Lebensqualität für alle Generationen zu erhalten und Neues miteinander umzusetzen.
Trudi Krieg
Freiwillige Einwohner diskutieren gruppenweise über die Zukunft von Egnach. (Bild: Trudi Krieg)

Freiwillige Einwohner diskutieren gruppenweise über die Zukunft von Egnach. (Bild: Trudi Krieg)

Der Gemeinderat Egnach inszenierte zusammen mit der Fachhochschule St.Gallen das Projekt Egnach 2030. Über hundert Egnacher meldeten sich zur Teilnahme am Mitwirkungs-Workshop in der Rietzelghalle: «Wir gestalten kein neues Leitbild, denn darin ist die Nachhaltigkeit bereits verankert. Wir wollen konkret diskutieren, was in den nächsten zehn Jahren in Egnach passieren soll. Die Impulse sollen aus der Bevölkerung kommen», sagte Gemeindepräsident Stephan Tobler bei der Begrüssung. Dann übergab er das Wort an Stefan Trittenbass von der Fachhochschule St. Gallen, der den Workshop zusammen mit einer Spurgruppe organisierte und leitete.

Vom Ist-Zustand zur Zukunftsvision

In der ersten Diskussionsrunde besprachen die Teilnehmenden gruppenweise den Ist-Zustand in Egnach. Danach wurden die Ergebnisse gemeinsam besprochen. Dann wechselten die Teilnehmer die Tische bis auf einen Sprecher, der das vorher Besprochene mit dem neuen Thema vernetzte: «Wo ist Wichtiges, wo besteht Handlungsbedarf.»

Nach einem Ideensprint mit wieder wechselnder Besetzung wurde das Verhandelte zusammengetragen. Von Schulabgängern, Lernenden bis zu Pensionierten, Firmeninhabern, Angestellten und Bauern waren die Gesprächsgruppen durchmischt wie die Dorfbevölkerung. Es stellte sich heraus, dass naturnahe Siedlungen, Landschafts- und Vogelschutz und Biodiversität oberste Priorität haben.

Gemeinschaftliche Nutzung soll gefördert werden

Im Bausektor ist mehr Kommunikation gewünscht, bevor etwas gemacht wird. Der Verkehr könnte besser genutzt werden, zum Beispiel mit Autoteilen. Auch andere Geräte wie der Rasenmäher könnten gemeinschaftlich genutzt werden, vorausgesetzt ein steriler Rasen ist noch wünschenswert.

Es gehe darum, auf freiwilliger Basis umweltgerecht und zukunftstauglich zu handeln, das Bewusstsein auch mit Weiterbildungsangeboten zu schulen. Man könnte Energien wie Elektrizität und Heizung zentraler für mehrere Gebäude planen.

Bezahlbarer Wohnraum, generationenübergreifendes Wohnen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Angebote an ausserfamiliärer Kinderbetreuung, Begegnungsmöglichkeiten und Förderung des Gewerbes wurden angesprochen. Zwischen Kaffee, Gipfeli und Mittagsverpflegung vom Restaurant Trauben wurden Bedürfnisse für das Zusammenleben hinterfragt und nach umsetzbaren Massnahmen gesucht.

Gemeinde soll sich sozialer entwickeln

Vom Ressourcenaustausch über Wissensaustausch und gemeinschaftlicheres Wohnen stellte sich heraus, dass sich eine lebenswerte Gemeinde für die Generation der Enkel noch sozialer und gemeinschaftlicher entwickeln sollte. Je globaler und vernetzter die Welt wird, umso mehr müssen in den kleineren Einheiten wie den Gemeinden die Lebensgrundlagen stimmen.

Trittenbass: «Der Prozess lebt von dem, was in der nächsten Zeit gemacht wird»

In einer Auswertungssitzung am 27. März mit der Spurgruppe, an der auch alle vom Mitwirkungs-Workshop teilnehmen können, werden Zuständigkeiten für fünf konkret umsetzbare Projekte ausgehandelt: «Der Prozess lebt von dem, was in der nächsten Zeit gemacht wird», sagte Trittenbass. Im Herbst ist eine Ergebnispräsentation an die gesamte Bevölkerung vorgesehen.

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