Egnach
Erfreuliche Zahlen: Fast 850'000 Franken mehr Steuern im Jahr 2020 als budgetiert

Allein der Ertrag bei den Grundstückgewinnsteuern übertrifft die Erwartungen um über eine halbe Million Franken. Trotzdem sinkt die Steuerkraft leicht.

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Gemeindehaus Egnach: Die Finanzverwaltung meldet unerwartet hohe Steuererträge.

Gemeindehaus Egnach: Die Finanzverwaltung meldet unerwartet hohe Steuererträge.

Bild: Donato Caspari

(red) Der Gemeinderat durfte von einem gesamthaft erfreulichen Steuerabschluss 2020 Kenntnis nehmen. Der Ertragsüberschuss bei den ordentlichen Steuern liegt 294’900 Franken über dem Budget von 5’215’500 Franken. Noch mehr schenken die kantonalen Steuern ein.

Dies führt zu einem Mehrertrag der Steuern gegenüber dem Budget von 843’000 Franken. Einziger Wermutstropfen ist die Steuerkraft, die um sechs Franken pro Einwohner sinkt und nunmehr bei 2’020.65 Franken und damit weiter unter dem kantonalen Durchschnitt liegt.

Trendwende bei den Steuern früherer Jahre

Erfreulich und massgeblich für den Steuerertrag der Gemeinde Egnach sind die Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen des laufenden Jahres. Sie machen rund 90 Prozent des Gesamtbudgets aus und übertrafen das Budget alleine um 190’000 Franken. Ebenfalls positiv entwickelt haben sich die Steuern früherer Jahre. Sie gingen in den letzten Jahren massiv zurück. Der Gesamtertrag liegt bei 155’000 und damit 86’000 Franken über dem Budget.

Den Stand leicht erhöhen konnten die Quellensteuern mit einem Ertrag von 114’000 Franken. Zu erwarten war ein Rückgang bei den Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen. Diese sind in der Gemeinde Egnach mit rund fünf Prozent sowieso relativ tief. Mit der Steuergesetzrevision hat sich der Ertrag zusätzlich reduziert.

Grundstückgewinnsteuern weit über Budget

Während die Liegenschaftensteuern mit 303’000 Franken bei einem Budget von 300’000 Franken eine Punktlandung schafften, gab es bei den Grundstückgewinnsteuern einen erheblichen Mehrertrag. Budgetiert wurde der Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 190’000 Franken. Eingegangen sind 734’500 Franken. Entstanden sind diese durch einige grössere Liegenschaften-Verkäufe und bleiben einmalig. In kommenden Jahren kann nicht mehr damit gerechnet werden.