Egnach
Die Musikgesellschaft hat alles auf eine Karte gesetzt und gewonnen: 350 Personen besuchten die Bundesfeier auf dem Gristenbühl

Bei schlechtem Wetter wäre der Anlass am Samstagabend buchstäblich ins Wasser gefallen. Doch der Regen setzte erst spät ein. Für Festredner und Musiker Massimo Buonanno war es ein Heimspiel.

Markus Schoch
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Massimo Buonanno hielt die Festrede an der gut besuchten Bundesfeier.

Massimo Buonanno hielt die Festrede an der gut besuchten Bundesfeier.

Bild: Markus Schoch

Die Musikgesellschaft Egnach ist volles Risiko gegangen. Normalerweise ist sie für die Unterhaltung an der Bundesfeier verantwortlich. Dieses Jahr trat der Verein für einmal als Organisator auf. «Für uns war sofort klar, dass wir den Anlass auf dem Gristenbühl durchführen werden», sagte Harry Wirth vom OK. Als der Verein am Donnerstagmittag definitiv entscheiden musste, war aber nicht klar, ob das Wetter am Samstag mitspielen würde. Die Musikgesellschaft hielt an ihren Plänen fest und sprach sich gegen die Rietzelghalle als Sicherheitsvariante aus.

Die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg vergnügen.

Die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg vergnügen.

Bild: PD

Der Mut hat sich ausbezahlt. Die Bevölkerung kam in Scharen und vergnügte sich in der Festwirtschaft. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, ein Säulirennen und anderes mehr. Wirth zählte rund 350 Besucher auf der Wiese neben dem alten Schulhaus – mehr als erwartet. Am Schluss musste die Musikgesellschaft sogar noch Stühle organisieren. Wirth sagte:

Harry Wirth vom OK der Bundesfeier.

Harry Wirth vom OK der Bundesfeier.

Bild: Markus Schoch
«Wir sind sehr zufrieden.»

Leichter Regen setzte erst gegen 23 Uhr ein, nach dem Fackelumzug und dem Entzünden des Funkens. Die Nässe hielt aber viele Besucher nicht davon ab, weiter zu feiern. «So gegen zwei Uhr am Sonntagmorgen haben wir dann die Lichter gelöscht. Es war einfach super, wie die Bevölkerung mitgemacht hat», sagte Wirth.

Unter Regenschirmen feierten Besucher weiter.

Unter Regenschirmen feierten Besucher weiter.

Bild: PD

Seine Wurzeln hat er nie vergessen

Die Festrede hielt Massimo Buonanno, der einst in der Musikgesellschaft Egnach spielte und heute sein Geld als Producer, Songwriter, Schlagzeuger und Musical-Director verdient. Er erzählte, wie er zum ersten Mal Schlagzeugunterricht genommen und sofort gewusst hatte, dass er damit nie wieder aufhören werde. Der 32-Jährige hat es weit gebracht. Er ist ein gefragter Musiker und tourt weltweit. Seine Wurzeln habe er aber nie vergessen, sagte Buonanno.

«An die vielen Konzerte mit der Musikgesellschaft erinnere ich mich noch ganz genau. Ich bin heute noch stolz darauf.»

Und immer wieder stolz sei er auch auf die Schweiz. Die Unterstützung, die sie Künstlern während der Pandemie gegeben habe, sei einzigartig.

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