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Egnach bringt nicht genug Wasser ins Reservoir

Die Gemeinde muss trotz eines neuen, im letzten Sommer in Betrieb genommenen Reservoirs in Winden Wasser sparen. Es sei nicht zu klein dimensioniert worden, stellt Gemeindepräsident Stephan Tobler klar. Es seien andere Ideen gefragt, wenn es auch in den nächsten Jahren so trocken werden sollte.
Markus Schoch

Herr Tobler, die Gemeinde hat am Freitag die Bevölkerung dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. War es nachträglich gesehen ein Fehler, das Reservoir im Gebiet Grossmorgen nicht grösser gebaut zu haben?

Nein, es ist sogar grösser als das alte, das wir nach über 100 Jahren ersetzt haben, sodass wir jetzt genügend Löschreserven haben. Mehr Volumen bereitzustellen allein wäre auch nicht die Lösung gewesen.

Warum?

Egnach mit seinen rund 4700 Einwohnern hat zuletzt so viel Wasser verbraucht wie eine Stadt mit 15000 Einwohnern, hat der Brunnenmeister ausgerechnet. Es ist eine Frage der Kapazitäten. Wir bringen derzeit einfach nicht genügend Wasser ins Reservoir. Limitierend sind die Leistungen der Pumpen beziehungsweise der Querschnitt der beiden Leitungen vom Bodensee hinauf nach Winden. Froh sind wir in dieser Situation um die kürzlich neu erschlossene Quelle in Atzenholz, die 50 Liter Wasser pro Minute liefert. Das ist ein Glücksfall.

Geplant ist, das unweit vom Reservoir Grossmorgen gelegene Reservoir auf dem Sonnenberg zu ersetzen. Die Baubewilligung liegt bereits vor. Gibt es keine Engpässe beim Wasser in Egnach mehr, wenn dieses Projekt realisiert ist?

Das Problem ist damit nicht gelöst, wenn die Sommer in den nächsten Jahren so trocken sind wie in diesem Jahr. Wir erneuern einfach die Infrastruktur vor Ort. Aber es gäbe vielleicht andere Möglichkeiten.

Welche?

Eine Idee könnte sein, das Reservoir in Esserswil als Reserve zu behalten. Wir wollten es eigentlich rückbauen. Denkbar ist auch, dort grössere Pumpenleistungen einzubauen, wo ein Ersatz der alten Maschinen fällig ist.

Wie sind die Reaktionen auf den Aufruf der Gemeinde, Wasser zu sparen?

Gut, der Verbrauch ist zurück gegangen.

Und wie haben die Bauern auf die Meldepflicht reagiert?

Wir hatten relativ viele Feedbacks. Der Brunnenmeister kann jetzt den Wasserbezug der Landwirte koordinieren und das System entlasten, indem er dafür sorgt, dass nicht alle gleichzeitig den Hahn aufdrehen. Im Moment muss er sich deshalb weniger Sorgen machen.

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