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Interview

Echte Fans wollen die Lok an der Modelleisenbahnbörse Amriswil anfassen

Im Pentorama Amriswil findet eine grosse Modelleisenbahn- und Spielzeugbörse statt. Organisator Enrico Huwiler erklärt, weshalb die Modellbahn-Welt noch immer etwas Besonderes ist.
Rita Kohn
Enrico Huwiler hat seine Liebe zu den Modelleisenbahnen in die Wiege gelegt bekommen. (Bild: Reto Martin)

Enrico Huwiler hat seine Liebe zu den Modelleisenbahnen in die Wiege gelegt bekommen. (Bild: Reto Martin)

Enrico Huwiler, was hat Sie dazu gebracht, sich mit Modelleisenbahnen zu beschäftigen?

Mein Vater hatte eine Anlage. Mich hat das alles als Kind schon fasziniert.

Seit wann führen Sie selber ein Geschäft für Modelleisenbahnen und Zubehör? Ist das nicht eine aussterbende Sparte?

Ins Handelsregister eingetragen wurde die Firma 2013. Solche Geschäfte sind durchaus noch zeitgemäss, in der Schweiz gibt es noch sehr viele Fans. Allerdings hat sich der Verkauf selber stark verändert. Heute wird viel Umsatz mittels Webshop generiert, der Ladenverkauf ist generell eingebrochen.

Sie gehen mit Ihrer Neuware auch an Börsen, weshalb?

Gerade Modelleisenbahnen haben einen beachtlichen Wert. Ein richtiger Freak will das Teil in den Händen halten, bevor er es kauft. Speziell an einer Börse, an der nicht nur Neuware angeboten wird, sondern auch Gebrauchtes, will der Käufer sich das Modell ansehen und es auf einer Testanlage laufen lassen. So kann er sicher sein, dass es funktioniert.

Zwei Tage offen

Die grosse Modelleisenbahn- und Spielwarenbörse findet am Samstag, 23. Februar von 10 bis 15 Uhr und am Sonntag, 24. Februar von 10 bis 15 Uhr im Pentorama statt. Über 70 Händler präsentieren ihre Angebote. Es stehen zwei Testgeleise zur Verfügung, auf denen die Fahrzeuge ausprobiert werden können. Zudem gibt es fachkundige Beratung für Einsteiger, die sich mit dem Kauf einer Modelleisenbahn beschäftigen. Für Interessierte gibt es am Samstag einen früheren Eintritt ab 8 Uhr, der ist kostenpflichtig. (rk)

Stehen denn Testgeleise zur Verfügung?

An der Börse in Amriswil haben wir ein Testgeleise, es gibt einige andere Börsen, die das nicht anbieten können. Für uns als Organisatoren heisst das, dass wir Raum frei lassen, den wir sonst an Händler hätten abgeben können. Ich finde es aber wichtig, weil dadurch nichts verkauft wird, was nicht funktioniert.

Ist der zur Verfügung stehende Platz im Pentorama denn ausgebucht?

Wenn viel Publikum kommt, ist es einfach, Händler zu finden. Zu unserer Börse kommen Händler aus der ganzen Schweiz. So übrigens auch das Publikum. Das kommt auch davon, dass der Flyer über unsere Veranstaltung an 38 verschiedenen Börsen aufgelegen hat. Ausserdem machen wir im Internet Werbung für unsere Börsen. Das wird von den Händlern auch bereits genutzt.

Im Titel Ihrer Veranstaltung ist die Rede von Modelleisenbahn- und Spielzeugbörse. Was heisst das?

Der grosse Teil der angebotenen Ware ist aus dem Bereich Modelleisenbahn. Davon ist etwa 60 Prozent gebraucht und 40 Prozent neu. Dann gibt es aber auch einige Modellautos in verschiedenen Massstäben, ebenfalls gebraucht und neu. Und es gibt klassische Spielwaren, von der Puppe über Lego und Playmobil bis hin zu Artikeln aus dem Hause Ravensburger. Auf Lego, Playmobil und Ravensburger gibt es übrigens interessante Rabatte.

Enrico Huwiler ist Geschäftsführer der Firma Spielwaren Media in Neuwilen. Im Pentorama Amriswil organisiert er nun eine grosse Modelleisenbahn- und Spielwaren-Ausstellung. (Bild: Reto Martin)

Enrico Huwiler ist Geschäftsführer der Firma Spielwaren Media in Neuwilen. Im Pentorama Amriswil organisiert er nun eine grosse Modelleisenbahn- und Spielwaren-Ausstellung. (Bild: Reto Martin)

Sie haben vor einem Jahr in Amriswil bereits eine Börse durchgeführt. Wie sieht die Bilanz aus?

Wir waren sehr zufrieden. Damals waren wir skeptisch, weil wir die Börse auf Anfang April legen mussten. Es herrschte zum ersten Mal richtiges Frühlingswetter. Deshalb waren wir über den insgesamt guten Besuch angenehm überrascht. Anders als bei anderen Börsen lief der Sonntag damals besser, am Samstag haben viele Leute im Garten gewerkelt. Die eingefleischten Fans kommen jedoch bereits am Samstagmorgen zu den VIP-Öffnungszeiten.

Was verstehen Sie unter VIP-Öffnungszeiten?

Die offizielle Türöffnung findet ja um 10 Uhr statt. Aber für Fans startet der Anlass bereits um 8 Uhr. Die besonders begehrten Stücke gehen dann meist schon über den Ladentisch.

Wer gehört denn zum VIP-Kreise, der am Samstag schon ab 8 Uhr ins Pentorama eingelassen wird?

Alle Fans, die bereit sind, den VIP-Eintrittspreis von 10 Franken zu bezahlen. Ab 10 Uhr ist dann der Eintritt kostenlos.

Wie viele Gäste erwarten Sie?

Letztes Jahr waren es an die 800 Besucher, wir hoffen, dass sich das noch steigert. Dadurch, dass am selben Tag noch die Börse in Uster stattfindet, werden sich wohl die Fans aus dem Westen eher aufteilen. Wir haben uns bereits mit den Verantwortlichen von Uster abgesprochen, dass wir im nächsten Jahr besser aneinander vorbei kommen. Es sind ja nicht nur die Besucher, die sich entscheiden müssen, sondern auch die Händler.

Wie muss man sich die Börse optisch vorstellen?

Es ist wie gesagt eine Börse, kein Flohmarkt. Die Händler haben Tische zur Verfügung, auf denen sie ihre Ware ausbreiten und anbieten. Auf alle Fälle kann man die angebotene Ware gut ansehen, es kommt nicht alles aus einer Grabbelkiste.

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