Kommentar

Dünnes Eis 

Das Budget 2020 der Stadt Bischofszell wird von externen Faktoren massgeblich mitgeprägt.

Georg Stelzner
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Georg Stelzner, Redaktion Bischofszell. (Bild: Reto Martin)

Georg Stelzner, Redaktion Bischofszell. (Bild: Reto Martin)

Stadtpräsident Thomas Weingart tut sich mit der Beschreibung seiner Befindlichkeit im Moment schwer. Soll er sich freuen oder grämen? Einerseits profitiert die Stadt davon, dass ihre Funktion als regionale Zentrumsgemeinde vom Kanton künftig abgegolten wird, anderseits ist die Senkung des Unternehmenssteuersatzes ein schmerzlicher Schlag ins Kontor, der einen Ertragsausfall von fünf Steuerprozenten befürchten lässt.

Die Steuerzahler können aber aufatmen. Der Stadtrat sieht von einer Erhöhung des Steuerfusses vorerst ab. Eine solche ist in jüngster Vergangenheit immer wieder prophezeit worden. Aus der Welt ist das Damoklesschwert freilich nicht. Der Finanzplan rechnet bis 2023 mit roten Zahlen, und die Investitionen in die städtische und die kantonale Infrastruktur mahnen zu finanzpolitischer Vorsicht.

Der Stadtrat bewegt sich bei der Erstellung des Budgets auf dünnem Eis. Die Voraussetzungen können sich plötzlich und markant ändern – zum Guten oder zum Schlechten. Zuversichtlich stimmen derweil noch die Kennzahlen. Sie sind im grünen Bereich.

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