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Drei Tore im Powerplay: Der HC Thurgau drängt nach 4:3-Sieg Richtung Tabellenspitze

Der HC Thurgau muss im Heimspiel gegen die GCK Lions in die Verlängerung, gewinnt dort aber dank des Treffers von Niki Altorfer 4:3. Die 2:0-Führung nach dem Startdrittel vergeben die viertplatzierten Ostschweizer im Mitteldrittel indes etwas gar nachlässig.
Matthias Hafen
Thurgaus Joel Scheidegger lässt im perfekten Startdrittel den Zürcher Alexander Braun stehen. (Bild: Mario Gaccioli)

Thurgaus Joel Scheidegger lässt im perfekten Startdrittel den Zürcher Alexander Braun stehen. (Bild: Mario Gaccioli)

Das perfekte Spiel des HC Thurgau dauerte am Samstagabend gerade einmal ein Drittel. In den ersten 20 Minuten hatte die Mannschaft des Trainerduos Mair/Winkler die GCK Lions im Griff, kaufte den Junglöwen sogar schlittschuhläuferisch den Schneid ab und liess ihnen abgesehen von einem kurzen Startfurioso weder Raum noch Zeit. Und die zwei Powerplay-Chancen, die sich dem HCT boten, nutzte er konsequent aus. Frantisek Rehak lenkte in der siebten Minute einen Schuss von Melvin Merola ins GCK-Tor. Sieben Minuten später erhöhte Patrick Brändli auf Vorarbeit von Rehak und Merola ebenfalls in Überzahl auf 2:0.

Die Warnung von Headcoach Mair («Wenn du gegen die GCK Lions nicht auf höchstem Niveau Schlittschuh läufst, dann bist du weg») war von seinen Spielern erhört worden. Und weil beim HCT die Disziplin allenorts hoch gehalten wurde, das Heimteam im Startdrittel keine einzige Strafe kassierte, war der Auftritt in den ersten 20 Minuten nahezu perfekt.

Trainer Mair kann seinen Frust nicht verbergen

Unerklärlich aber, weshalb der HC Thurgau wie verwandelt aus der ersten Pause zurückkam. Plötzlich diktierten die GCK Lions das Spiel und kamen durch Shane Mathews beinahe zum Anschlusstreffer. Waren die Thurgauer im Startdrittel stets einen Schritt vor den Zürchern am Puck, liefen sie nun der Scheibe mehrheitlich hinterher. Das führte zur ersten Strafe gegen Rehak. Und auch das Farmteam des NLA-Leaders ZSC Lions zeigte sich im Powerplay treffsicher: Der Schwede Victor Backman traf in der 25. Minute zum 1:2. Der HCT kassierte danach weitere Strafen, was Trainer Mair auf der Bank kurzzeitig zur Weissglut trieb.

Beim Pfostenschuss von GCK-Verteidiger Marc Geiger hatte Thurgau noch Glück. Wenige Minuten später war der Ausgleich der Gäste dennoch perfekt. Nelson Chiquet reagierte auf einen Abpraller von HCT-Goalie Nicola Aeberhard am schnellsten und traf zum 2:2 (38.). Es war der einzige Treffer an diesem Abend, der bei fünf gegen fünf fiel.

Wildhaber an allen Toren im Schlussdrittel beteiligt

Denn auch im Schlussdrittel beeinflussten Strafen die Partie. Zuerst kassierte GCK-Goalie Daniel Guntern, normalerweise Ersatz bei den ZSC Lions, zwei Minuten für einen Stockschlag. Das führte zum 3:2 durch David Wildhaber - und zu einem Assist für Goalie Aeberhard. «Aebi» schob den Puck Wildhaber zu, der Verteidiger zog übers ganze Feld und drückte an der gegnerischen blauen Linie einfach mal ab. Der Hammer landete zur Überraschung vieler im Netz. Dann stand GCK-Torschütze Chiquet kurz im Mittelpunkt. Er kassierte seine zweite Strafe wegen eines Checks gegen den Kopf, was jeweils eine Zehnminutenstrafe nach sich zieht. Und weil zwei Zehnminutenstrafen gegen den gleichen Spieler in einem Spiel einen Restausschluss bedeuten, musste Chiquet frühzeitig unter die Dusche. Zuvor zerschmetterte er seinen Stock publikumswirksam an der Bande.

GCK-Stürmer Nelson Chiquet (ganz links, gegen Thurgaus Topskorer Kellen Jones und Connor Jones) musste nach zwei Checks gegen den Kopf eines Gegenspielers vorzeitig unter die Dusche. (Bild: Mario Gaccioli)

GCK-Stürmer Nelson Chiquet (ganz links, gegen Thurgaus Topskorer Kellen Jones und Connor Jones) musste nach zwei Checks gegen den Kopf eines Gegenspielers vorzeitig unter die Dusche. (Bild: Mario Gaccioli)

Der Teppich war also ausgerollt für einen weiteren Dreipunktesieg des HC Thurgau. Doch wanderte neun Minuten vor Schluss auch Wildhaber, der vermeintliche Held des Abends, wegen eines Crosschecks auf die Strafbank. Prompt nutzten die GCK Lions das Powerplay zum 3:3 aus. Geiger traf auf Vorarbeit von Backman. Die Entscheidung musste in der Overtime fallen. Und weil die Thurgauer spielerisch überlegen waren, nutzten sie das drei gegen drei in der Verlängerung zum Siegtreffer aus. Janik Loosli legte nach zweieinhalb Minuten perfekt auf Niki Altorfer auf, der mit einem satten Schuss das siegbringende 4:3 erzielte.

Nach der Pause beginnt die Jagd auf den Leader

Nüchtern betrachtet ist der 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die GCK Lions ein verlorener Punkt. Wenn man aber bedenkt, dass Thurgaus Trainer Mair nach der schweren Verletzung von Dominic Hobi seine Sturmreihen neu aufstellen musste, dann ist der siebte Sieg in den vergangenen zehn Spielen nicht nur verdient, sondern mehr als willkommen. So geht der HCT mit einem Erfolgserlebnis in die Nationalmannschaftspause. Und in der Swiss-League-Tabelle sind die viertplatzierten Ostschweizer nur noch einen Sieg hinter Leader Ajoie. Alleine das macht Vorfreude auf das nächste Spiel des HCT am Dienstag, 12. November, um 20 Uhr in Pruntrut.

Thurgau – GCK Lions 4:3 n. V. (2:0, 0:2, 1:1)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1365 Zuschauer – SR Gäumann/Hungerbühler, Betschart/Gurtner.
Tore: 7. Rehak (Merola, Wildhaber/Ausschluss Puide) 1:0. 14. Brändli (Rehak, Altorfer/Ausschluss Chiquet) 2:0. 25. Backman (Rizzello, Geiger/Ausschluss Rehak) 2:1. 38. Chiquet (Backman, Peter) 2:2. 47. Wildhaber (Aeberhard/Ausschluss Guntern) 3:2. 52. Geiger (Backman/Ausschluss Wildhaber) 3:3. 63. Altorfer (Janik Loosli) 4:3.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 5-mal 2 Minuten plus 2-mal 10 Minuten (Chiquet) plus Spieldauer (Chiquet) gegen die GCK Lions.
Thurgau: Aeberhard; Parati, Seiler; Wildhaber, Scheidegger; Collenberg, Engeler; Janik Loosli, Connor Jones, Kellen Jones; Altorfer, Rundqvist, Merola; Niedermaier, Rehak, Frei; Hollenstein, Brändli, Zanzi; Kellenberger, Moser.
GCK Lions: Guntern; Braun, Landolt; Peter, Widmer; Meier, Geiger; Chiquet, Backman, Hayes; Rizzello, Suter, Puide; Riedi, Fuhrer, Hinterkircher; Marchand, Hardmeier, Berni; Mathew.
Bemerkungen: Thurgau ohne Fechtig, Hobi, Michael Loosli, Moosmann (alle verletzt), Schmuckli, Dufner (beide Rapperswil-Jona/NLA), Steinauer, Schnetzer und Huber (alle Farmteam). GCK Lions ohne Sigrist, Zürrer, Brüschweiler (alle ZSC Lions/NLA), Sidler, Xeno Büsser, Andersson und Burger (alle verletzt). – 30. Pfostenschuss Geiger.

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