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Dominik Diezi bleibt der einzige Kandidat fürs Arboner Stadtpräsidium

CVP-Stadtparlamentarier Dominik Diezi hat weiterhin keinen Gegner im Rennen ums Stadtpräsidium. Die restlichen Parteien hoffen im Dezember, mögliche Gegenkandidaten präsentieren zu können. Ein echter Wahlkampf wäre auch Diezi Recht.
David Grob
CVP-Stadtparlamentarier Dominik Diezi verkündete im Mai seine Kandidatur für das Stadtpräsidium. (Bild: Donato Caspari)

CVP-Stadtparlamentarier Dominik Diezi verkündete im Mai seine Kandidatur für das Stadtpräsidium. (Bild: Donato Caspari)

Er ist der Kronfavorit im Rennen um das Arboner Stadtpräsidium. Und die Chancen stehen weiterhin gut, dass der CVP-Stadtparlamentarier Dominik Diezi als Erster ins Ziel gelangt – ohne einen Sprint hinlegen zu müssen. Denn Diezi ist der einzige Läufer im Rennen.

Im März verkündete Andreas Balg, Stadtpräsident seit 2012, sich nicht mehr der Wiederwahl zu stellen. Der FDP-Mann monierte mangelnden Respekt und Anerkennung für seine Arbeit. Daraufhin gab Diezi Ende Mai seine Kandidatur für die Stadtpräsidiumswahl vom 10. Februar bekannt.

Parteien suchen erfolglos einen Gegenkandidaten

Bei den anderen Parteien hat sich bis anhin wenig getan. Die FDP sucht weiterhin nach einem möglichen Kandidaten, welcher der FDP nach sechs Jahren Balg und sechs Jahren Martin Klöti das Stadtpräsidium sichern könnte. Max Gimmel, Co-Präsident der FDP Arbon, sagt:

«Wir haben zwar Gespräche geführt, aber es hat sich noch nichts Konkretes ergeben.»

Gimmel bemängelt ausserdem das fehlende Verständnis der Bevölkerung. «Man kritisiert Politiker gerne, will sich selbst aber nicht aktiv politisch beteiligen.»

Auch die SVP ist mit ihrer Suche bisher erfolglos. Wunschkandidat Michael Götte, St. Galler Kantonsrat und Gemeindepräsident von Tübach, sagte bereits im Juli ab. «Wir geben natürlich Vollgas bei unserer Suche», sagt SVP-Ortspräsidentin Astrid Straub. Auch sie hofft, bis spätestens im Dezember einen Kandidaten aufstellen zu können.Straub meint:

«Natürlich muss der Leistungsausweis passen.»

Grundsätzlich wäre es besser, mehrere Kandidaten zu haben, meint Straub. «Dann hätte die Bevölkerung eine echte Wahl.» Die SVP Arbon sucht per Inserat und durch aktives Anfragen von geeigneten Kandidaten.

Sowohl die SP als auch die EVP suchten bisher erfolglos. Zumindest die SP hofft aber, im November eine mögliche Kandidatur bekanntgeben zu können.

Diezi möchte Vertrauen in die Stadt zurückgewinnen

Und wie beurteilt Dominik Diezi die Situation? «Grundsätzlich fände ich es schön, wenn es einen echten Wahlkampf gäbe», sagt er. «Und eigentlich müsste dies in einer Stadt von der Grösse Arbons möglich sein.» Diezi – seit drei Jahren als Stadtparlamentarier in Arbon aktiv – möchte Arbon weiterbringen und die Zusammenarbeit zwischen den politischen Akteuren stärken. Hierzu möchte Diezi bei einer etwaigen Wahl insbesondere die Kommunikation verbessern und die Finanzen prioritär behandeln. Diezi sagt:

«Probleme müssen angesprochen werden und das Vertrauen der Bevölkerung in die städtische Politik wieder verbessert werden. Es muss deshalb noch vermehrt ein echter Dialog mit der Bevölkerung stattfinden.»

Weiter schlägt Diezi vor, das Finanzressort dem Präsidium zu unterstellen. «Die Stadt gibt viel Geld für die Sozialhilfe aus.» Hier bestehe sicher ein Sparpotenzial. Es sei wichtig, junge Sozialhilfebezüger wieder in den Arbeitsmarkt eingliedern zu können. «Die Idee eines Jobcoaches, die kürzlich im Parlament diskutiert wurde, geht in die richtige Richtung.» Diezi würde eine Arbeitsgruppe einsetzen, welche die Gründe für die Sogwirkung eruieren soll, die Arbon auf Sozialhilfebezüger offensichtlich ausübe. Weiter sagt Diezi:

«Zudem müssen wir mehr gute Steuerzahler anziehen.»

Momentan läuft Diezi noch einsam Richtung Ziel. Spätestens im Dezember, falls die anderen Parteien mögliche Kandidaten präsentieren, wird sich zeigen, ob er auch die Schlussstrecke alleine zurücklegt – oder ob es doch noch zu einem Schlussspurt mit allfäligem Fotofinish kommt.

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