Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Doch noch ein Kandidat für das Amt des Friedensrichters im Bezirk Arbon

Marco Heer aus Frasnacht stellt sich am 19. Mai zur Wahl. Den Entscheid hat er letzte Woche spontan gefasst
Markus Schoch
Marco Heer will Nachfolger von Thomas Huber werden. (Bild: PD)

Marco Heer will Nachfolger von Thomas Huber werden. (Bild: PD)

Seine Frau dachte, es sei ein Witz. Doch Marco Heer meinte es ernst, als er ihr sagte, er kandidiere als Friedensrichter und sie solle seinen Namen auf den Wahlzettel schreiben.

Den Entschluss fasste der 44-Jährige ziemlich spontan, nachdem er letzte Woche die Wahlunterlagen geöffnet und festgestellt hatte, dass die Namensliste leer ist. Denn innerhalb der offiziellen Meldefrist war bei der Staatskanzlei keine Bewerbung eingegangen (wir berichteten). Das kann es doch nicht sein, sagte sich Heer und fasste sich ein Herz.

Als Verkäufer im Aussendienst

Das Anforderungsprofil erfüllt er (noch) nicht. Der Frasnachter lernte Koch, machte eine Weiterbildung als Sachbearbeiter Logistik mit Lagerbewirtschaftung und arbeitet heute als Verkäufer im Aussendienst der Firma Bufis in Gossau, die Nahrungsmittel für Gastronomie, Detailhandel, Grossverbraucher und Privathaushalte produziert.

Weil er keinen juristischen Hintergrund hat und auch nicht über einschlägige Berufserfahrung verfügt, müsste Heer im Falle seiner Wahl innert dreier Jahre eine gut 14-tägige Weiterbildung machen, die ihn für das Amt qualifiziert. «Das wäre für mich kein Problem», sagt Heer.

«Ich bin kommunikativ und kann gut verhandeln»

Abgesehen vom Schulrucksack bringe es das nötige Rüstzeug mit, ist Heer überzeugt. «Ich bin kommunikativ, kann gut verhandeln und arbeite lösungsorientiert.» Er habe aber auch Respekt vor der neuen Herausforderung.

«Es ist nicht ohne, aber es gibt nichts, was man nicht lernen könnte. Ich bin einer, der sagt: Geht nicht, gibt es nicht.»

Die Arbeit als Friedensrichter ist ein 60-Prozent-Job. Seinen angestammten Beruf im Aussendienst will Heer nicht aufgeben. Wie er alles unter einen Hut bekommen kann, weiss er allerdings noch nicht. Sich das zu überlegen, bleibe aber noch viel Zeit nach der Wahl. Amtsantritt als Friedensrichter ist erst am 1. Dezember.

Für die Hobbys bleibt nicht viel Zeit

Heer ist parteilos. Seine Hobbys sind Töfffahren und Tanzen, wobei er im Moment vor allem Zeit mit seiner Frau und den beiden Kindern verbringt. Und daran wird sich so schnell nichts ändern. In wenigen Wochen wird Heer zum dritten Mal Vater.

Die Wahl wird nötig, weil Friedensrichter Thomas Huber nach über 30 Jahren im Amt in Pension geht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.