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Mit den Diktatorinnen hinter der Bühne im Theaterhaus Thurgau

Das Theagovia Theater zeigt in seiner neusten Produktion eine Komödie von Theresia Walser, Regie führt Michaela Bauer. Am 3. November feiert das Stück «Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel» Premiere.
Mario Testa
Cornelia Blask (Marot Honecker), Claudia Bick-Weisshaar (Imelda Marcos) und Herrad Lingner (Imelda Marcos) spielen die drei Diktatorengattinnen, Roy Schmid den Dolmetscher. (Bild: Mario Testa)

Cornelia Blask (Marot Honecker), Claudia Bick-Weisshaar (Imelda Marcos) und Herrad Lingner (Imelda Marcos) spielen die drei Diktatorengattinnen, Roy Schmid den Dolmetscher. (Bild: Mario Testa)

Die Proben für die neuste Produktion des Theagovia Theater sind in vollem Gange. Die letzten Wochen vor der Premiere kommenden die fünf Schauspielerinnen und Schauspieler, die Regisseurin und die Techniker jedes Wochenende ins Theaterhaus Thurgau. «Das erste Mal haben wir uns vor den Sommerferien getroffen und die Texte gelesen. Nach den Ferien ging es dann mit der Probearbeit so richtig los», sagt Regisseurin Michaela Bauer. «Es wirken semiprofessionelle Schauspielerinnen und Schauspieler mit. Sie bringen die Texte aber professionell auf die Bühne, nur deshalb hat uns der Verlag auch erlaubt, das Stück aufzuführen», sagt Bauer.

Michaela Bauer, Regisseurin Theagovia (Bild: Mario Testa)

Michaela Bauer, Regisseurin Theagovia (Bild: Mario Testa)

Das Theagovia Theater zeigt ab dem 3. November an vier Wochenenden die Komödie «Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel» von der deutschen Dramatikerin Theresia Walser. Im Stück geht es um drei Diktatorengattinnen, die sich anlässlich einer Pressekonferenz für einen neuen Film treffen. Der Film soll das Leben der drei Frauen aufzeigen. «Die Idee des Films und der Pressekonferenz ist Fiktion. Aber die drei Frauen sind reale Figuren aus der Geschichte. Es sind Margot Honecker, Leila Ben Ali und Imelda Marcos», sagt Michaela Bauer.

Geltungsdrang nach der Rückkehr aus dem Exil

Im Stück liefern sich die drei Frauen mit ihrem verzerrten Weltbild und ihrem Verlangen nach Aufmerksamkeit einen verbalen Schlagabtausch, während sie im Backstage-Bereich auf die Pressekonferenz warten. Ihnen zur Seite steht ein Dolmetscher, der den ins Exil vertriebenen Frauen aus der ehemaligen DDR, Tunesien und den Philippinen die Verständigung erleichtern soll. Anfangs tut er dies auch, je länger das Stück jedoch geht, desto mehr bringt er seine Interpretationen in die Übersetzungen ein und versucht dem Lauf der Dinge seinen Stempel aufzudrücken.

«Ich habe das Stück auch gewählt, weil es aufzeigt, dass die Frauen von Diktatoren mitbeteiligt sind an der Politik ihrer Männer», sagt Michaela Bauer. Das Stück unterhält während eineinhalb Stunden mit verschachtelter Sprache, Situationskomik, Wortwitz und dank guter schauspielerischer Leistungen. «Ich bin eine wie ihr, ich liebe Äpfel» wird vom 3. November bis am 1. Dezember neunmal aufgeführt.

www.theagovia.ch

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