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In Diessenhofen am Rhein wird gebaggert: Becken mit rückgestautem Wasser helfen den Fischen, sich abzukühlen

Die anhaltende Hitzeperiode macht auch den Äschen im Rhein zu schaffen. Damit diese trotz warmen Temperaturen überleben können, werden entlang des Fliessgewässers vom Thurgau nach Schaffhausen Kaltwasserzonen gebaut.
Ines Biedenkapp
Die Stadt Diessenhofen baut ein Erholungsgebiet für Fische aus dem Rhein. Das kalte Wasser vom Geisslibach wird im Becken rückgestaut und die Fische können sich abkühlen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Stadt Diessenhofen baut ein Erholungsgebiet für Fische aus dem Rhein. Das kalte Wasser vom Geisslibach wird im Becken rückgestaut und die Fische können sich abkühlen. (Bild: Andrea Stalder)

Die derzeit anhaltende Hitzeperiode macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch den Fischen – allen voran der Äsche. Dieser Fisch, der vor allem im Rhein vorkommt, benötigt klares und kühles Wasser, um sich wohl zu fühlen. Steigt die Temperatur des Wassers für drei bis vier Tage auf 25 Grad oder höher, ist das Leben der Äsche akut bedroht. «Derzeit geht die Temperatur des Rheins aber stark auf die 25 Grad zu», sagt Markus Birk, Stadtpräsident von Diessenhofen. Um ein Fischsterben, wie es bereits 2003 der Fall war, zu vermeiden, werden derzeit entlang des Rheins von den Kantonen Schaffhausen und Thurgau sogenannte Kaltwasserzonen für die Äsche ausgegraben. Eines davon befindet sich am Bootshafen in Diessenhofen. Markus Birk sagt:

«Wir machen dort quasi ein Rückzugsgebiet für die Fische.»

«Denn dort fliesst der Geisslibach in den Rhein. Mit etwa 15 Grad ist dieser wesentlich kühler.» Für das Erholungsgebiet wird die angesammelte Sedimentierung und der Schlamm ausgebaggert. So wird das kühle Wasser rückgestaut und die Fische können sich in den Becken entlang des Rheins erholen.

200 Kubikmeter Schlick abgetragen

Innerhalb von zwei Tagen wurden dafür bereits 200 Kubikmeter Schlamm ausgebaggert. «Das ist etwa ein Drittel des Bootshafens», sagt der Stadtpräsident. «Der Pegelstand ist allerdings noch zu hoch. Wir können daher nicht noch mehr Schlamm abtragen, da dieser zu flüssig ist und direkt von der Schaufel in den Fluss zurückfliessen würde.» Während des Hitzesommers von 2003 starben rund 95 Prozent der Rhein-Äschen, sagt Birk, der in seiner Freizeit selbst gerne fischt. Um ein erneutes Sterben zu verhindern, haben die Verantwortlichen nun frühzeitig gehandelt und den Äschen eine Kaltwasserzone geschaffen.

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