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Der HC Thurgau gewinnt gegen Leader Ajoie 3:2 und rüttelt nun selber am Thron

Mit dem Heimsieg gegen die zuvor unbesiegten Jurassier baut der NLB-Club aus Weinfelden seine Siegesserie auf vier Spiele aus. Der Rückstand auf Ajoie beträgt noch lediglich einen Punkt.
Matthias Hafen
Thurgaus Niki Altorfer (rechts) überläuft Ajoies Verteidiger Alain Birbaum und sorgt einmal mehr für Torgefahr. (Bild: Mario Gaccioli)

Thurgaus Niki Altorfer (rechts) überläuft Ajoies Verteidiger Alain Birbaum und sorgt einmal mehr für Torgefahr. (Bild: Mario Gaccioli)

In einer Partie, in der zunächst alles gegen den HC Thurgau lief, bäumten sich die Ostschweizer auf und standen am Ende als grosse Sieger da. Mit dem 3:2 gegen den zuvor unbesiegten Tabellenersten Ajoie behauptete der HCT nicht nur Platz zwei in der Swiss League. Der vierte Sieg in Serie zeigte vor allem, wie viel Charakter in der Mannschaft von Trainer Stephan Mair steckt.

Denn am Mittwochabend, im TV-Livespiel von MySports, hatten die Thurgauer im ersten Drittel gleich mehrere Kröten zu schlucken. Der kanadische Mittelstürmer Connor Jones wurde in der vierten Minute von einem Puck im Gesicht getroffen und fiel blutend zu Boden. Mit einer Wunde an der Oberlippe musste er für den Rest des Startdrittels pausieren. Und nicht nur das: Weil es die Schiedsrichter (regelkonform, aber nicht Vernunft-konform) unterliessen, das Spiel zu unterbrechen, nutzte Ajoie die Schockstarre des HCT zum 1:0 aus. Ueli Huber hatte am blutenden Jones vorbei zur Führung eingeschossen.

Ajoie macht die Rechnung ohne Niki Altorfer

Thurgaus Trainer Mair kriegte sich darob fast nicht mehr ein. Dabei regte er sich vielleicht auch ein wenig über seine eigenen Spieler auf, die nach Jones’ Knockout einfach nicht mehr richtig weitergespielt hatten. Der Gegentreffer stoppte Thurgaus starke Anfangsphase abrupt. Und die Gäste aus dem Jurazipfel erhöhten in der 13. Minute durch Jordane Hauert auf 2:0. Nun schien es, als würde der HC Ajoie im ersten Aufeinandertreffen seit dem Playoff 2019 Revanche für das Viertelfinal-Aus nehmen. Aber der Leader hatte die Rechnung ohne Niki Altorfer gemacht. Der Neuzuzug, der bei Thurgaus Playoff-Triumph gegen die Jurassier noch nicht dabei gewesen war, verkürzte noch im ersten Drittel auf 1:2 (16.). Sein perfekter Schuss aus spitzem Winkel glitt Ajoie-Goalie Tim Wolf über die Schulter in den Netzhimmel. Damit war auch die Schwäche des Leaders offengelegt. Denn bei Adam Rundqvists 2:2 in der 27. Minute (nach Vorarbeit von Altorfer) sah Wolf ebenfalls schlecht aus. Damit hatte der HCT das Spieldiktat wieder an sich gerissen. Und die gute Vorbereitung von Thurgaus Goalietrainer Tim Bertsche, der die gegnerischen Torhüter akribisch analysiert, hatte sich einmal mehr bezahlt gemacht.

Hollenstein trifft zum entscheidenden 3:2

Das siegbringende 3:2 fiel in der 38. Minute und war ein Beispiel dafür, dass bei Thurgau jede Linie torgefährlich ist. Der flinke Melvin Merola setzte sich auf der rechten Seite durch und passte vors Tor, wo Fabio Hollenstein völlig frei stand. Die Rapperswiler Leihgabe hatte keine Probleme, den Puck am diesmal bedauernswerten Goalie Wolf vorbeizuschieben.

Mit der ersten Aktion im letzten Drittel bäumte sich Ajoie nochmals kurz auf. Devos blieb mit seinem Schuss aber am Pfosten hängen. Daneben sorgte ein gut organisierter HCT dafür, dass die Jurassier gar nicht mehr zu vielen Chancen kamen. Und als Devin Muller in der 58. Minute doch noch den 3:3-Ausgleich auf dem Stock hatte, rettete HCT-Goalie Nicola Aeber­hard mirakulös. Auch aufgrund der drei ausgesprochenen Strafen über die ganzen 60 Minuten war klar, dass diese Partie noch keinen Playoff-Charakter hatte. Dafür bewies der HC Thurgau mit der Wende in diesem Spiel umso mehr Charakter.

Thurgau – Ajoie 3:2 (1:2, 2:0, 0:0)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1195 Zuschauer – SR Borga/Grossen, Kehrli/Nater.
Tore: 5. Huber (Ryser, Hazen) 0:1. 13. Hauert (Joggi, Huber) 0:2. 16. Altorfer (Seiler) 1:2. 27. Rundqvist (Altorfer) 2:2. 38. Hollenstein (Merola, Connor Jones) 3:2.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 2-mal 2 Minuten gegen Ajoie.
Thurgau: Aeberhard; Parati, Seiler; Collenberg, Scheidegger; Wildhaber, Steinauer; Hobi, Connor Jones, Kellen Jones; Altorfer, Rundqvist, Janik Loosli; Rehak, Hollenstein, Merola; Niedermaier, Brändli, Frei; Kellenberger, Moser.
Ajoie: Wolf; Bastien Pouilly, Ryser; Birbaum, Hauert; Dotti, Casserini; Pilet, Prysi; Muller, Devos, Hazen; Joggi, Frossard, Huber; Schmutz, Mäder, Thibaudeau; Arnold, Privet, Macquat.
Bemerkungen: Thurgau ohne Fechtig (verletzt), Engeler (überzählig), Michael Loosli, Dufner (beide Rapperswil-Jona/NLA), Zanzi, und Moosmann (Farmteam). Ajoie ohne Pierric Pouilly (verletzt). – 35. Pfostenschuss Bastien Pouilly. 41. Pfostenschuss Devos. – 58:34 Timeout Ajoie, dann bis 58:54 und ab 59:08 bis Spielende ohne Goalie.

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