«Dies erachten wir als verantwortbar»: Das eigentlich dem Aus gewidmete Arboner Heizwerkfestival findet voraussichtlich statt - trotz Corona

Die Organisatoren hatten den Musikevent auf dem Saurer-Areal bereits beerdigt - noch vor der Pandemie. Jetzt nehmen sie aber einen neuen Anlauf: Statt wie vorgängig mit 800 möglichen Besuchern planen sie den Anlass mit maximal 250 pro Tag, und das noch für diesen Monat. Der Stadtrat gibt grünes Licht.

Tanja von Arx
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Ein solcher Anblick soll sich den Besuchern auch dieses Jahr bieten.

Ein solcher Anblick soll sich den Besuchern auch dieses Jahr bieten.

PD (August 2017)

Es ist eine überraschende Nachricht. Allerdings eine, die in unsicheren Zeiten optimistisch stimmt. Wie der Arboner Stadtrat mitteilt, hat er für Ende Monat das eigentlich dem Aus gewidmete Heizwerk-Festival bewilligt (unsere Zeitung berichtete). Der traditionelle Musikevent soll im kleineren Rahmen stattfinden.

Nachdem die Organisatoren in den letzten Jahren mit bis zu 800 Personen pro Tag rechneten, sollen es am Wochenende vom 25. und 26. September lediglich 250 sein. Stattfinden soll die Veranstaltung indessen wie üblich auf dem Areal des ehemaligen Heizwerks der Firma Saurer. Einen Namen gibt es laut der stadträtlichen Mitteilung auch schon: Unter «Mini Heizwerk-Festival» soll der kleine, aber feine Anlass laufen.

«Würden den Anlass bei Krankheitsausbruch nicht durchführen»

Michael Hohermuth, Stadtrat und OK-Mitglied des« Triebwerks».

Michael Hohermuth, Stadtrat und OK-Mitglied des« Triebwerks».

Reto Martin

Stadtrat Michael Hohermuth vom organisierenden Verein Triebwerk, der beim behördlichen Entscheid in den Ausstand trat, sagt auf Anfrage:

«So viele Personen erachten wir zur Zeit als verantwortbar.»

Der Unsicherheit sei man sich aber bewusst. «Käme es lokal zu einem Krankheitsausbruch, so würden wir den Anlass nicht durchführen. Wir wollen sicher sein in der Region.»

Auch würden die gängigen Vorsichtsmassnahmen zum Tragen kommen. Im Rahmen des Contact Tracing müssten Besucher ihre Kontaktdaten hinterlegen, um die Rückverfolgbarkeit des Virus zu garantieren. Laut Hohermuth gilt vor diesem Hintergrund keine Maskenpflicht. «Mit knapp einem Drittel der eigentlichen Besucherzahl gibt es auf dem Gelände allerdings mehr Platz.» So könnte man besser Abstand wahren. Doch das OK-Mitglied gibt zu bedenken: «Die anderthalb Meter einzuhalten wäre nicht immer möglich.»

Noch kein Vorverkauf

Bis jetzt habe man den Anlass erst auf Facebook kommuniziert. «Es gibt denn keinen Vorverkauf, wir warten noch zu.» Laut Michael Hohermuth macht es keinen Sinn, Tickets auszustellen und diese im Fall des Falles dann rückzuerstatten. «Wir fangen deshalb mit dem Verkauf kurz vorher an.» Im OK sei man jedoch zuversichtlich, dass sich die Plätze schnell füllen würden.

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