«Die Zukunft kennt kein Hindernis»: Die Ludothek in Romanshorn wird barrierefrei

Ein Freudentag für die Romanshorner Ludothek: Seit Samstag ist sie barrierefrei, mit der Rampe draussen und der Infrastruktur drinnen. Möglich gemacht wurde dies durch Sponsoren.

Markus Bösch
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Nationalrat Christian Lohr und Sigrid Wood (links).

Nationalrat Christian Lohr und Sigrid Wood (links).

Markus Bösch

Es war Sigrid Wood, der Präsidentin der örtlichen Ludothek, anzusehen: Endlich war es soweit, dass sie zusammen mit dem Nationalrat Christian Lohr den barrierefreien Zugang zu eben dieser Institution freigeben konnte. Lohr sagt:

«Die Zukunft kennt kein Hindernis und diese fängt heute auch in Romanshorn an.»

«Aus meiner Sicht», sagt Lohr, «gibt es nur eine 100% Barrierefreiheit und zwar für alle. Und letztlich ist dies mehr als eine Rampe, sie muss im Kopf passieren. Und sie bringt dem Leben mehr Qualität.» Lohr gratulierte den Verantwortlichen auch zur Durchführung des Anlasses trotz Corona, der mithelfe, eine gewisse Normalität aufrechtzuerhalten..

Freude über das Engagement

Stadtpräsident Roger Martin stellte in seinem Grusswort das Spielen und Wortspielereien mit demselbigen Thema in den Mittelpunkt und dankte dem Ludothekteam, den Sponsoren und Gönnern für die Unterstützung des Projekts: Es sei bewundernswert, wenn und wie sich Menschen einsetzen, um allen den Zugang zu –vermeintlich einfachen – Dingen im Leben zu ermöglichen. Das sei genau der Spirit, der in Romanshorn gebraucht werde. Auch Erika Rutishauser, amtierende gesamtschweizerische Präsidentin der Ludotheken, freute sich sichtlich über das Engagement:

«Ihr habt die Kampagne unseres Verbandes - Ludothek für alle - aufgenommen und bis zum guten Ende durchgezogen.»
Der Erste auf der Rampe: Nationalrat Christian Lohr.

Der Erste auf der Rampe: Nationalrat Christian Lohr.

Markus Bösch

Spielen verbindet

Nach vier Jahren sei sie heute sehr stolz und glücklich, das Ziel einer barrierefreien Ludothek erreicht zu haben, sagt Wood. «Für so ein Projekt müssen und mussten viele zusammen schaffen, private Firmen und öffentliche Institutionen genauso wie Vereine und Gruppierungen», sagt sie. Dank ihnen allen hätten die Bau- und Umbaukosten für diesen Begegnungsort von 100‘000 Franken finanziert werden können. Für Wood ist klar: Spielen ist wichtig für die Entwicklung des Menschen, spielen verbindet alle. Am Spieltisch seien alle gleich, unabhängig von ihrer Sprache. «In diesem Sinn haben wir in den vergangenen Jahren Projeke wie ‹Spielen macht schlau›, ‹Eltern-Kind-Cafe› und ‹Mut tut gut› lanciert», sagt Wood. Neue Ideen würden bereits auf die Realisierung warten. Man wolle, wenn Corona es erlaube, generationsübergreifende Spielnachmittage anbieten.