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Die Ziegelsteine der Novaseta sind mit Absicht gelb

Seit nun schon einem Vierteljahrhundert prägt die Novaseta das Stadtbild. Viele unterschätzen die Bedeutung des Projektes für die Region.
Lara Jörgl
Die Novaseta ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt in Arbon (Bild: Max Eichenberger)

Die Novaseta ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt in Arbon (Bild: Max Eichenberger)

Vor rund 25 Jahren startete das damals grösste Bauprojekt des Kanton Thurgau und hinterliess bis heute bedeutende Spuren für Arbon. Die Rede ist vom Einkaufszentrum Novaseta, das am 20. beziehungsweise 23. September 1993 seine Türen geöffnet hat.

Damals hatte sowohl der Coop, als auch die Thurgauer Kantonalbank (TKB) das Projekt angepackt. Nach dem Niedergang der Saurer AG waren vier tausend Menschen arbeitslos. Die Stadt Arbon war an ihrem Tiefpunkt angekommen, da ein Grossteil der Bevölkerung im Unternehmen beschäftigt gewesen war. Um die Wirtschaft der Hafenstadt wieder anzukurbeln, wurde beschlossen, ein Einkaufszentrum zu bauen.

Die Zeit der Fabrik war vorbei

Um dieses Vorhaben überhaupt in die Tat umsetzen zu können, machte Kurt Biefer, damaliges Mitglied der Geschäftsleitung der TKB, eine Standort Analyse. Diese besagte, dass diese Investition wohl dazu beitragen könnte, dass Arbon aus der Wirtschaftskrise findet.

Auch die betriebswirtschaftlichen Berechnungen zeigten auf, dass der Bau der Novaseta den beiden Unternehmen und der Stadt sehr zugutekommen würde. Als klar war, dass die TKB dem Einkaufszentrum zustimmen würde, stimmte auch Coop Ostschweiz zu, bei dem Grossprojekt mitzumachen. Zuvor hatte sich der damalige Direktor Karl Germann zurückgehalten. Hätte die TKB nicht mitgemacht, hätte sich wohl auch Coop Ostschweiz zurückgezogen: Alleine hatte sich das Unternehmen das Vorhaben nicht zugetraut.

Die Direktion des Unternehmens erklärte sich allerdings dazu bereit, wenn die TKB auch mitmache. Doch nicht nur die Umstände machen die Novaseta besonders: Auch die Bauweise ist einigartig. «Die Bauart ist zeitlos. Das Architektenbüro hat die Fabrikbau- Geschichte berücksichtigt und wählte eine elegante, gutgelöste und Stadtbild aufwertende Architektur. Rote Backsteine waren damals üblich für den Fabrikbau. Die Architekten verarbeiteten gelbe Backsteine, was so zwar etwas teurer war, aber eine klare Botschaft hinterliess. Die Zeit der roten Fabrikziegel war vorbei – der Dienstleistungssektor zog ein.

«Es scheiterte fast am Namen»

«Wir wollten es schon von Anfang an «Novaseta» nennen. Die Coop Direktion dachte allerdings, dass die Leute den Zusammenhang nicht verstehen würden.» Nach einigen Strassenumfragen war aber klar, dass Biefer genau den richtigen Riecher gehabt hatte. Sie kam vom Namen einer Firma, die im letzten Jahrhundert Kunstseide hergestellt hat.«Wir haben dann einfach klipp und klar gesagt, dass es entweder die Novaseta wird, oder wir dieses Projekt überdenken müssen», sagt Biefer. Zusammen hätten der Coop und die TKB das Grossprojekt begonnen. «Es war vor allem ein Zusammenwirken für Arbon. Karl Germann und ich wollten, dass die Stadt wieder in ihrer alten Schönheit erstrahlt.» Arbon sollte ein Ort des Einkaufens und der Lebensqualität werden. Allerdings sollte sich auch sie Bevölkerung mit der Novaseta identifizieren können. Biefer ist sich sicher: «Es waren erfolggekrönte 25 jahre.»

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