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Die Wespen geben der Feuerwehr in Egnach zu viel Arbeit

Die Feuerwehr rückte dieses Jahr über 60 Mal wegen der zuweilen lästigen Insekten aus. Nun will die Gemeinde eine Privatperson oder eine Firma für deren Bekämpfung gewinnen. Gratis wird es nicht mehr sein.
Markus Schoch
Wespen fliegen auf ihr Nest zu. (Bild: Keystone/DPA/Frank Rumpenhorst)

Wespen fliegen auf ihr Nest zu. (Bild: Keystone/DPA/Frank Rumpenhorst)

Es war in jeder Beziehung ein aussergewöhnliches Jahr mit viel Arbeit für die Feuerwehr Egnach. Sie stand bis jetzt sechs Mal wegen Grossbränden in der Gemeinde im Einsatz - unter anderem wegen der Feuersbrunst auf dem Tobi-Areal im März. Und schon dreimal musste sie in diesem Monat ausrücken, weil in einem Gebäude Flammen in den Himmel schlugen. «So etwas hat es noch nie gegeben», sagt Feuerwehrkommandant Christian Feuz.

Gemeindepräsident Stephan Tobler dankte ihm und seinem Team an der Gemeindeversammlung letzte Woche für die professionelle und bravouröse Hilfe in allen Fällen. «So etwas geht an die Substanz. Es ist nicht nur eine grosse zeitliche, sondern auch körperliche und psychische Belastung.»

Fast täglich klingelte das Telefon

Überaus stark gefordert war die Feuerwehr in diesem Sommer auch wegen der Wespen, von denen es wegen Hitze und Trockenheit so viele gab wie seit 20 Jahren nicht mehr. Im Juli und August gingen beim Kommando oder sogar beim Notfall fast täglich Telefonate von Hausbesitzern ein, die sich von den Insekten belästigt fühlten. Manchmal ging es bloss um vier oder fünf Tiere, die jemanden zum Hörer greifen liessen.

Feuerwehrkommandant Christian Feuz. (Bild: PD)

Feuerwehrkommandant Christian Feuz. (Bild: PD)

Insgesamt war die Feuerwehr fast 65 Stunden damit beschäftigt, Probleme mit den teilweise lästigen Insekten zu lösen. Alles in allem liefen dabei Kosten von 4500 bis 5000 Franken auf, schätzt Feuerwehrkommandant Feuz. Die Rechnung begleicht die Allgemeinheit. Denn für die Hausbesitzer ist die Dienstleistung gratis.

Private sollen Aufgabe übernehmen

Doch das soll sich ändern. Der Gemeinderat hat entschieden, die Feuerwehr von der Aufgabe zur Wespenbekämpfung zu entlasten und sie an eine Privatperson oder eine Firma zu übergeben. Der Aufwand habe ein Ausmass angenommen, sodass es eine andere Lösung brauche, sagt Gemeindepräsident Tobler.

«Wir schreiben die Stelle demnächst aus.»

Gleichzeitig hat die Behörde beschlossen, dass es künftig etwas kosten soll, wenn der Kammerjäger nach Hause kommt.

Andere Gemeinden kennen dieses Modell seit längerem. In Amriswil beispielsweise kümmert sich Toni Huser mit einer anderen Person zusammen seit rund 15 Jahren im Auftrag der Stadt um Problem-Wespen.

Es kann bis zu 500 Franken kosten

Zwischen 30 und 50 Franken verrechnet der Imker in der Regel für einen gewöhnlichen Einsatz, bei dem er Gift spritzt. Es kann aber auch viel teurer werden, und zwar dann, wenn Huser die Feuerwehr um Hilfe bitten muss, weil er beispielsweise die Drehleiter braucht. Oder, wenn jemand wünscht, dass er das Wespennest umsiedelt. Der entsprechende Aufwand hat allerdings seinen Preis: 400 bis 500 Franken.

Tobler könnte sich in Egnach ebenfalls gut einen Bienenhalter vorstellen, der sich der Wespen annimmt. «Für ihn wäre es ein Zusatzverdienst.» Sollte sich niemand melden, müsse sich die Gemeinde allenfalls eine Lösung mit dem eigenen Werkhof überlegen.

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