Die Weinfelder Feuerwehr geniesst grosses Vertrauen der Regierung und Bevölkerung

49 Einsätze - zehn weniger als 2018 - leistete die Feuerwehr Weinfelden im vergangenen Jahr. Am Schlussrapport durfte Kommandant Stefan Jünger 17 neue Feuerwehrleute begrüssen und sieben befördern.

Werner Lenzin
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Der neue und der bisherige Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Weinfelden: Jürgen Pröll und Stefan Jünger.

Der neue und der bisherige Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Weinfelden: Jürgen Pröll und Stefan Jünger.

(Bild: Werner Lenzin)

«Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel», mit diesem Zitat von Charles Darwin begrüsst Kommandant Stefan Jünger zum letzten Mal in dieser Funktion, die Gäste und seine Feuerwehrkameraden im Thurgauerhof. Er teilt mit, dass er sich nach achtjähriger Kommandotätigkeit beruflich nochmals veränderte und die Leitung der Fachstelle Bevölkerungsschutz im kantonalen Amt für Bevölkerungsschutz und Armee übernehme.

Als sein Nachfolger wird am 1. März dieses Jahres der bisherige Vizekommandant Jürgen Pröll das Kommando der Stützpunktfeuerwehr übernehmen. Jünger zeigt sich am Anlass am Samstagabend zufrieden darüber, dass die Feuerwehr ihre Aufträge erfüllt hat und die für das Berichtsjahr gesetzten Ziele zu 92 Prozent erreicht werden konnten.

«Das Kader hat sein Wissen über dreifachen Brandschutz und Löschangriff gefestigt»

Es sei jetzt auch in der Lage, adäquat Erste Hilfe zu leisten und auch den Defibrillator einzusetzen. Gemäss Vizekommandant Jürgen Pröll standen vergangenes Jahr im Bereich der Stabsdienste die Kernaufgaben und Basics der rückwärtigen Formationen im Fokus der Ausbildung. Auch das Thema Mehrfachereignis wurde nochmals aufgegriffen und vertieft.

13'500 Einsatzstunden im Jahr

«Ihr geht für uns buchstäblich durchs Feuer und das Vertrauen in euch Feuerwehrleute ist sehr gross»,sagt Stadtpräsident Max Vögeli in seinen Grussworten. Er erwähnt in diesem Zusammenhang eine repräsentative Umfrage, welche darlegt, welche Berufsgruppe bei der Bevölkerung das grösste Vertrauen geniesst.

Dabei stehen im ersten Rang die Feuerwehrleute mit 93 Prozent, gefolgt von den Piloten (86 Prozent), dem Pflegepersonal (84 Prozent) und den Polizisten (73 Prozent). «Fragen sie mich nicht, wo die Politiker rangiert sind», scherzt der Stadtpräsident und zeigt sich beeindruckt darüber, dass die Menschen in der Schweiz keiner Berufsgruppe mehr vertrauen als der Feuerwehr.

Der Dank des Stadtpräsidenten gilt den Feuerwehrangehörigen für die Einsätze und Übungen im Verlaufe des vergangenen Jahres, für die insgesamt 13'500 Einsatzstunden erforderlich waren. Gemäss Vögeli bleibt die Rekrutierung ein wichtiges Dauerthema und es gelte, junge Menschen für den Feuerwehrdienst zu rekrutieren. Als wichtige Punkte der täglichen Feuerwehrarbeit nennt er die Vorbildfunktion, offene Kommunikation, klare Zielsetzungen und die Kameradschaft.

«So sollt es gelingen, auch in Zukunft junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern»

Er dankt dem Kader und den Feuerwehrleuten für das Geleistete und ruft alle auf, auch die Kameradschaft gebührend zu pflegen.

Beförderungen und Ehrungen

Steven Müller und Michael Signer sind neu Feuerwehr-Leutnant.

Steven Müller und Michael Signer sind neu Feuerwehr-Leutnant.

(Bild: Werner Lenzin)

Am Schlussrapport der Feuerwehr Weinfelden konnten folgende sieben Beförderungen durch Gemeinderat Hans Eschenmoser und Kommandant Stefan Jünger vorgenommen werden: Zu Leutnants: Steven Müller (Zug 1) und Michael Signer (Zug 2); zu Wachmeistern: Samuel Senn (Verkehrszug), Rico Tenini (Zug 2), Valerian Maissen (Zug 1) und Cyril Treuthardt (Zug 2); zum Gefreiten: Christian Potocnik (Zug 1).

Samuel Senn, Rico Tenini, Valerian Maisen und Cyril Treuthardt sind nun Wachmeister.

Samuel Senn, Rico Tenini, Valerian Maisen und Cyril Treuthardt sind nun Wachmeister.

(Bild: Werner Lenzin)

Geehrt für langjährige Dienste und verabschiedet wurden: Walter Brauchli (34 Jahre), Karl Fink (20 Jahre), Marco Belz (18 Jahre), Dominique Göhring (15 Jahre), Pascal Iselin (13 Jahre), Yvo Moosmann (11 Jahre) und Philipp Burkhard (7 Jahre).

Geehrt wurden ferner für langjährige Dienstleistungen: Jürgen Bröll (25 Jahre), Marc Masselier, Patrick Zürcher, Stefan Frei, Christian Springer und Sereina Steiger (10 Jahre).

Unterbestand nicht verkleinert

«Ich bin zufrieden mit dem Verlauf des vergangenen Feuerwehrjahres und darüber, dass wir von schwergewichtigen Einsätzen verschont blieben und das Übungsjahr ohne Unfälle abgeschlossen werden konnte», blickt Kommandant Stefan Jünger auf das verflossene Feuerwehrjahr zurück. Lobende Dankesworte findet er für seinen Stellvertreter Jürgen Bröll und seine Kommandomitglieder, welche ihn bei all seinen Aufgaben unterstützten.

«17 Eintritten stehen 20 Austritte gegenüber und so konnten wir auch im vergangenen Jahr unseren Unterbestand nicht verkleinern»

bedauert Jünger. Er erinnert an den Auftrag und nennt das Sicherstellen der Einsatzbereitschaft als wichtige Grundlage, um den ständigen Auftrag zeit- und objektgerecht erfüllen zu können.

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