Kommentar

Die Wega-Absage kommt zur richtigen Zeit

Die Besonderheit der Wega mit ihrer Mischung aus Messe und Volksfest wird ihr zum Verhängnis. Sie ist abgesagt. Doch es ist die richtige Entscheidung.

Sabrina Bächi
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Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

Andrea Stalder

Das Wega-Herz blutet. Das grösste Volksfest in der Region ist abgesagt. Keine Wega, keine Haxen, kein Fondue, kein Lunapark und keine Messehallen. Doch so sehr die Absage schmerzt, der Entscheid ist richtig. Die Messeleitung kann in Zeiten der Coronapandemie nicht verantworten, die Wega mit 100'000 Besuchern durchzuführen.

Besonders schmerzlich: Gerade das, was die Wega so besonders macht, wird ihr jetzt zum Verhängnis. Die Mischung aus Messe in Hallen, Volksfest in den Strassen und das Feiern mitten im Stadtzentrum trägt nun dazu bei, dass es unmöglich ist, die Schutzmassnahmen durchzusetzen.

Auch wenn der Entscheid der Absage früh erscheint, die Lage ist und bleibt für Grossveranstaltungen unsicher. Die Angst einer zweiten Welle ist nicht unbegründet, der finanzielle Schaden – auch für die Aussteller – wäre bei einer kurzfristigen Absage grösser.

Immerhin: Die nächste Wega kommt bestimmt. Hoffentlich im nächsten Jahr.

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