Kommentar

Die Wahl des Amriswiler Schulpräsidenten wird nun zur Auswahl

Nach er Kandidatur des Amriswiler Kulturbeauftragten Andreas Müller und dem Verzicht des Amtsinhabers Christoph Kohler auf eine Wiederwahl, steigt nun mit dem Schulevaluator Michael Stäheli-Engel ein zweiter Kandidat ins Rennen um den Posten an der Spitze der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri.

Manuel Nagel
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Manuel NagelAmriswil-Redaktorder Thurgauer Zeitung

Manuel Nagel
Amriswil-Redaktor
der Thurgauer Zeitung

Bild: Donato Caspari

Eine Wahl ohne Auswahl ist selten befriedigend. Vor vier Jahren konnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Volksschulgemeinde Amriswil- Hefenhofen-Sommeri nur einen offiziellen Kandidaten auf den Wahlzettel schreiben, nämlich Christoph Kohler.

Die Auswahl wurde zuvor in einer kleinen Viererrunde getroffen. Diese entschied, einem grösseren Gremium nur den Kandidaten Kohler vorzuschlagen – und dieser wurde anschliessend von sämtlichen Amriswiler Parteien portiert. Selbst dann noch, als Berichte über Kohlers Vergangenheit im Gäu für Unruhe gesorgt hatten.

Die Quittung für dieses Vorgehen gab es an der Urne. Obwohl alleiniger Kandidat, stand Kohlers Name auf weniger als der Hälfte aller Stimmzettel. Er wurde nur gewählt, weil die leer eingelegten nicht gezählt haben, um die Mehrheit zu bestimmen. Das hatte wohl weniger mit Kohlers Vergangenheit zu tun, sondern war vor allem auch ein Protest des Stimmvolkes, keine echte (Aus-)Wahl gehabt zu haben.

Diese Auswahl haben sie nun mit den beiden Kandidaten Andreas Müller und Michael Stäheli-Engel. Und vielleicht kommt ja noch eine weitere Kandidatur hinzu.