Kommentar

Die Wahl des Amriswiler Schulpräsidenten: ein Missverständnis

Nach der Ankündigung von Christoph Kohler, sich nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stellen, sollte man in der Volksschulgemeinde über die Bücher gehen.

Manuel Nagel
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Manuel NagelRedaktor Thurgauer Zeitung

Manuel Nagel
Redaktor Thurgauer Zeitung

Bild: Donato Caspari

Christoph Kohler will auch nicht mehr. Der Schulpräsident zeichnet von seinem Amt ein Bild, das er so nicht umsetzen konnte. Zwischen seinen Schulverwaltern und Kohler, die beide während dessen vierjähriger Ägide Amriswil verliessen, war es gemäss Aussage aller drei Beteiligten harmonischer, als Gerüchte behaupten. Diese wurden aber durch eine nicht vorhandene Kommunikation befeuert.

Auch die Kommunikation zwischen Christoph Kohler und der Behörde sowie den Schulleitungen scheint nicht wie gewünscht funktioniert zu haben. Es stellt sich die Frage, ob Kohlers Ideen und Visionen nicht vor dessen Amtsantritt hätten thematisiert werden müssen – damit nicht während der Legislatur strukturelle Sträusse ausgefochten werden.

So erscheint dem Betrachter von aussen die Wahl von 2017 als ein einziges und grosses Missverständnis.