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Die Volkshochschule Kreuzlingen ist sein Baby

Christa Blessing hat das Präsidium der VHS Kreuzlingen von Jürg Morf übernommen. Nach fast 20 Jahren an der Spitze des Verein will er noch nicht ganz loslassen und macht als Vizepräsident weiter.
Annika Wepfer
Jürg Morf liest einen Flyer mit dem Programm der VHS Kreuzlingen. (Bild: Annina Flaig)

Jürg Morf liest einen Flyer mit dem Programm der VHS Kreuzlingen. (Bild: Annina Flaig)

Jürg Morf tritt etwas kürzer. Fast 20 Jahre lang war er Präsident der Volkshochschule (VHS) Kreuzlingen. An der kürzlichen Generalversammlung ist er von seinem Amt zurückgetreten. Seine Nachfolgerin war bereits im Vorstand als Vizepräsidentin dabei: Christa Blessing. Morf verschwindet aber nicht ganz von der Bildfläche, er wird als Vizepräsident dem Verein weiter treu sein. «Um die Kontinuität zu wahren, bleibe ich gerne bei der tollen VHS», sagt Morf.

Angefangen hat die VHS-Karriere von Jürg Morf mit seinem Referat über die Sowjetische Aussenpolitik, das er zwei Abenden hielt. Seit 1981 ist er bei der Volkshochschule dabei und fast 20 Jahre später übernahm er das Präsidium. Jürg Morf steckt jedes Jahr sein Herzblut in die Programme, welche er mit seiner Sekretärin zusammenstellt. Vier Sitzungen im Jahr mit dem Vorstand müssten reichen, um genug Vorschläge zusammenzubringen.

Ausserdem musste der langjährige Präsident Beziehungen nach aussen pflegen und den Kontakt zu Mitgliedern halten.

Eine grosse Auswahl an Themen

Morf wollte dem Publikum eine breite Palette an Themen anbieten. Wie schon früher ohne Kunst, Literatur und Musik. Er wolle andere Anbieter nicht unnötig konkurrieren, begründet er. Vorträge in diesen Themenbereichen gäbe es schon genug.

Die VHS Kreuzlingen ist seit Morfs Präsidentschaft auch Mitglied beim Verbund Euregio Bodensee VHS. 18 Volkshochschulen aus der Region sind dort dabei. Von Ravensburg über den Oberallgäu bis Liechtenstein. Mit diesen hat die VHS oft zusammen gearbeitet. Wie beispielsweise auch der VHS in Konstanz-Singen oder dem Museum Rosenegg in Kreuzlingen.

«Seit 2015 ist die VHS Kreuzlingen endlich auch ein stolzer Verein.»

Die Technik macht alles einfacher

«Der entscheidende Unterschied zwischen meiner Präsidentschaft und den vorhergehenden ist, dass es heute die Technik gibt.» Diese erleichtert ihm die Arbeit. Morf hat einen grossen Kundenstamm, mit dem er regelmässig, aber nur per Email, Kontakt hat und die Einladungen so verschickt.

Das sei mit Sicherheit ein Vorteil, erzählt Morf. Denn früher gab es Situationen, in welchen er vor die Zuhörer eines Referates stehen und diesen mitteilen musste, dass der Referent ausfalle. «Ich weiss noch, dass ein Zuhörer extra aus Radolfszell nach Kreuzlingen kam. Er war danach sichtlich verärgert, als dieser ausfiel.»

Die VHS Kreuzlingen ist gut aufgestellt. «Ich freue mich, dass ich meine Aufgaben an jemand so tolles, wie Christa Blessing abgeben kann», sagt Morf. «Gleichzeitig macht es mich aber auch ein wenig traurig, kürzer treten zu müssen.»

Zwei grosse Leidenschaften

Jürg Morf wurde 1945, als Einzelkind in Herisau geboren. Später absolvierte er in Kreuzlingen das Lehrerseminar und studierte danach in Zürich Geschichte, Englisch und Russisch. Nebenbei arbeitete er an der Kantonsschule in Kreuzlingen als Stellvertretung. Er war zu der Zeit an der Schule, in der Kreuzlingen und Romanshorn zusammen die Kanti führten, also im zweiten Gründungsjahr. Während dieser Zeit schrieb er seine Dissertation über die Sowjetische Aussenpolitik, worüber er später auch an der VHS referierte.

1978 zog der damals frischgebackene Vater einer Tochter nach Landschlacht, wo er Hauptlehrer wurde und später bis 1997 Schulpräsident war. 2010 wurde er pensioniert. Neben der VHS ist seine zweite grosse Leidenschaft das Schach. Seit 1972 spielt er beim Schachclub Bodan und seit 2013 ist er dessen Präsident. Seit 2016 ist Morf auch im Vorstand der Schweizer Schachsenioren dabei. «Schon als kleiner Junge fing ich mit Schach an. Noch bis heute liebe ich diese tolle Sportart», sagt er.

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