Die Tägerwiler Ortsparteien planen die Nachfolge von Markus Thalmann

Eine Findungskommission kümmert sich um die Wahl des neuen Gemeindepräsidenten. Mit prominenter Unterstützung.

Martina Eggenberger Lenz
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Markus Thalmann hat letzten Dezember seinen Rücktritt als Gemeindepräsident per Ende der Amtsperiode bekanntgegeben.

Markus Thalmann hat letzten Dezember seinen Rücktritt als Gemeindepräsident per Ende der Amtsperiode bekanntgegeben.

(Bild: Reto Martin)

Markus Thalmann hat schon lange angekündigt, dass er sich nächstes Jahr aus der Politik zurückziehen wird. Der Termin für den ersten Wahlgang des Gemeindepräsidiums wurde bereits auf den 29. November festgelegt und so kommuniziert. Mittlerweile wurde auch eine Findungskommission gegründet, die das Wahlszenario vorbereitet.

Vertreten sind die Ortsparteien mit Bruno Schlauri, CVP, Anna-Katharina Brunner-Kuoni, SVP, Margrith Künzi, SP, Thomas Schäfli, EVP, und Rolf Seger als Ortsparteiunabhängiger. Damit das Gremium falls nötig eine «seriöse Vorauswahl» treffen könnte, wurde die Kommission noch um drei Personen erweitert: Der pensionierte Banker Peter Bär ist im Boot, Treuhänder Willi Gubser und der ehemalige Personalchef Juan F. Gut. Sie sind alle ebenfalls aus Tägerwilen und bringen fundierte Kenntnisse im Personalbereich mit, wie Bruno Schlauri betont.

Stellenausschreibung erfolgt im Mai

Das Ziel der Findungskommission ist, dass sie dem Stimmvolk im September in der Bürgerhalle eine Anzahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren kann. Die Stellenausschreibung in den Medien soll Anfang Mai erfolgen. Der Stellenbeschrieb werde aktuell noch detailliert erarbeitet. Angesprochen auf das Pensum erklärt Schlauri, die Kommission wolle am Vollamt festhalten. Er sagt explizit:

«Es wäre schön, wenn wir auch Bewerbungen von Frauen entgegennehmen dürften.»

Aktuell hat der Gemeinderat mit Monika Kramer nur ein weibliches Mitglied. Die eingehenden Bewerbungen würden bei einem Treuhandbüro an neutraler Stelle gesammelt und dann von der Kommission gesichtet. «Wir werden dann mit jedem einzelnen Interessenten ein Gespräch führen.» Die Kommission behalte sich vor, allenfalls Empfehlungen auszusprechen – «aber nur, wenn es zu viele Kandidaten hat.» Der Findungskommission sei primär wichtig, den Tägerwilern eine echte Auswahl zu ermöglichen.