Stadträtin Madeleine Rickenbach: «Die Stadt Amriswil wird verantwortlich handeln»

Die Amriswiler Kulturnacht findet am 19. September statt. Kurzfristige Änderungen sind aber bis zuletzt möglich.

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(red) «Die Kunst ist zwar nicht das Brot, wohl aber der Wein des Lebens», sagte schon der deutsche Schriftsteller und Dichter Jean Paul zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Nach unzähligen abgesagten Veranstaltungen während des Lockdowns wird vielen Menschen tatsächlich bewusst, was es heisst, ohne Kultur auskommen zu müssen. Das Bedürfnis nach Konzerten, Ausstellungen, nach Museumsbesuchen und Theateraufführungen, aber auch nach Gesellschaft ist gross. Diesen Durst nach Kultur möchte die zweite Amriswiler Kulturnacht, die planmässig in drei Wochen über die Bühne gehen soll, denn auch stillen.

Stadträtin Madeleine Rickenbach.

Stadträtin Madeleine Rickenbach.

Bild: PD

An der Kulturnacht veranstalten Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Institutionen an 40 Standorten in der Stadt Amriswil Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Führungen und Kleinevents. Die Kulturkommission ist davon überzeugt, dass sich an keinem Standort mehr als 300 Personen aufhalten werden, ganz zu schweigen von 1000 Personen; entsprechend können Schutzkonzepte umgesetzt sowie die Besucher vor dem Coronavirus geschützt werden.

Keine Absagen bisher

So weit der Plan. Doch Stadträtin Madeleine Rickenbach, Präsidentin der Kulturkommission, gibt ob all dem Optimismus auch zu bedenken, dass die Stadt als Organisatorin verantwortlich handeln wird und die Durchführung von den Ereignissen der nächsten Tage und Wochen abhängig macht:

«Zwar ist unsere Kulturnacht keine Massenveranstaltung, doch wir werden die Fallzahlen des Kantons trotzdem genau beobachten und im Stadtrat bis zuletzt über die Durchführung beraten.»

Rickenbach rechnet den teilnehmenden Kulturschaffenden derweil die grosse Flexibilität hoch an, die alle an den Tag legen. «An unserer Kick-off-Veranstaltung haben wir alle über das Schutzkonzept informiert – und auch darüber, dass es in der aktuellen Situation bis zuletzt Änderungen geben kann», sagt Madeleine Rickenbach. «Wir haben zudem betont, dass alle ohne weiteres abmelden dürfen und wir Verständnis dafür aufbringen.» Geschehen ist das allerdings nicht: Alle Teilnehmenden sind nach wie vor dabei. «Dafür möchte ich allen Kulturschaffenden meine Wertschätzung ausdrücken und danken», sagt Madeleine Rickenbach, «denn letzten Endes steht und fällt der Anlass nicht nur mit den Covid-Fallzahlen, sondern vor allem mit der Teilnahme unserer Kulturschaffenden.»