Die Stadt Weinfelden verschickt 50-Franken-Gutscheine nach den Ferien

Auf Antrang des Stadtrats hat das Stadtparlament vor sechs Wochen beschlossen, jedem Einwohner und jeder Einwohnerin von Weinfelden einen Gutschein zukommen zu lassen. Das Warten auf diese Corona-Hilfsmassnahme hat bald ein Ende.

Mario Testa
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Die Abstimmung über die Gutschein-Aktion fiel im Weinfelder Stadtparlament knapp aus.

Die Abstimmung über die Gutschein-Aktion fiel im Weinfelder Stadtparlament knapp aus.

Bild: Andrea Stalder
(Weinfelden, 18. Juni 2020)

50 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. So viel ist der Stadt Weinfelden eine der Sofortmassnahmen zur Abfederung der Coronaumsatzeinbussen für das lokale Gewerbe und die Gastronomie wert. Das Stadtparlament unterstützt das Ansinnen der Stadtregierung und bewilligte an der vergangenen Sitzung vom 18. Juni die Gutscheinaktion mit Gesamtkosten von 600'000 Franken.

Reto Marty, Stadtschreiber Weinfelden.

Reto Marty, Stadtschreiber Weinfelden.

Bild: Mario Testa

Die Abstimmung fiel mit 17 Ja- zu 13 Neinstimmen relativ knapp aus.
Nicht zuletzt auch aus diesem Grund hat die Stadt nun zugewartet mit dem Versand der Gutscheine, wie Stadtschreiber Reto Marty auf Anfrage sagt.

«Wir wollten zuerst die Referendumsfrist von drei Wochen abwarten. Es gab ja doch einige kritische Stimmen zu den Gutscheinen im Parlament.»

Am vergangenen Montag lief die Referendumsfrist nun aus – ungenutzt, wie der Stadtschreiber sagt.

Gutscheine sollen nicht zu lange im Briefkasten liegen

Demnach hätten die Gutscheine bereits vergangene Woche verschickt werden können. Doch erst in der Woche nach den Sommerferien wird es so weit sein, sagt Marty. «Es wäre nicht ideal, wenn die Gutscheine zu lange in den Briefkästen liegen wegen der Sommerferien. Zudem sind auch erst nach den Ferien wieder alle Restaurants und Läden geöffnet.»
Wo die Gutscheine überall eingelöst werden können, entscheiden die Gastrobetriebe und Geschäfte selbstständig.

«Wir haben nicht bei allen Geschäften nachgefragt, diese können die Gutscheine auch ablehnen. Es ist also nicht dasselbe Prinzip wie bei den Gutscheinen der TKB, wo die Geschäfte sich vorgängig anmelden mussten», sagt Marty.

«Bei der Weinfelder Gutscheinaktion können alle Geschäfte, die wollen, die Gutscheine annehmen und dann das Geld bei der Stadt einfordern.»

Die Grossverteiler in der Stadt seien jedoch sicher dabei. «Die haben wir angefragt.» Die Gutscheine sind auch kummulierbar.