Die Stadt Romanshorn ist zufrieden mit der Nutzung des Erlebnis-Containers

Seit Juni vermittelt ein Mini-Museum im Hafenareal die Verkehrsgeschichte des Bodensees. Die Verantwortlichen ziehen nach vier Monaten ein positives Zwischenfazit. Der Container werde rege genutzt.

David Grob
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Mini-Museum und Aussichtsplattform: der Schiffscontainer im Romanshorner Hafen. (Bild: David Grob)

Mini-Museum und Aussichtsplattform: der Schiffscontainer im Romanshorner Hafen. (Bild: David Grob)

Seit Anfang Juni hat der Erlebnis-Container am Romanshorner Hafen sein Tor geöffnet. Das Mini-Museum auf 15 Quadratmeter zeigt die Verkehrsgeschichte des Bodensees und soll Touristen ans Hafenbecken locken. Doch wie oft wird der Container eigentlich besucht?

Nathalie Meo von Thurgau Tourismus zieht nach vier Monaten ein positives Fazit:

«Der Container wird rege genutzt.»

Insbesondere viele Passanten und Schulklassen besuchten den Container. Meo kann sich bei ihren Aussagen nicht auf Zählungen oder harte Fakten stützen, sondern interpretiert Rückmeldungen von Besuchern, die positiv ausfallen. «Die Messbarkeit ohne Ticketverkauf oder eine Aufsicht ist natürlich schwierig», sagt Meo.

Stefan Krummenacher, Marketingverantwortlicher der Stadt Romanshorn, teilt Meos Eindruck aber. Er sagt:

«Ich kann feststellen, dass etwa die Aussichtsplattform auf dem Container oft besucht wird.»

Auf einer Kreidetafel können Besucher sich verewigen und ihre Spuren entlang der Grand Tour of Switzerland hinterlassen. «Dass wir die Tafel immer wieder reinigen müssen, spricht auch dafür, dass der Container oft besucht wird.» Auch Krummenacher zieht deshalb ein positives Fazit: «Wir sind sehr zufrieden.» Auch zu vandalistischen Akten sei es bisher nicht gekommen.

Digitalinformationen für Menschen im Rollstuhl

Eine Beanstandung konnten die Betreiber des Containers zwischenzeitlich beheben. Ein körperlich Behinderter bemängelte kurz nach der Eröffnung die fehlende Rollstuhlgängigkeit. «Wir haben darauf reagiert und einen QR-Code beim Eingang angebracht», sagt Meo. Damit seien alle Informationen der Ausstellung im Inneren digital abrufbar. «Leider lassen es die engen Verhältnisse im Container nicht zu, diesen rollstuhlgängig zu gestalten», sagt sie. Zentrales Ausstellungsstück ist ein 3D-Modell des Bodensees. Darin integriert wird die Verkehrsgeschichte des Bodensees vermittelt.

Der umfunktionierte Schiffscontainer ist Teil der Grand Tour of Switzerland, einer Reiseroute entlang von Sehenswürdigkeiten durch die Schweiz. Die Stadt Romanshorn kann sich aber vorstellen, den Container auf Reisen zu schicken. «Wir stehen derzeit mit der Stadt Bregenz im Gespräch, die Interesse am Container bekundet», sagt Krummenacher. Er stellt aber auch klar: «Heimathafen des Containers bleibt Romanshorn.»