Die Stadt Kreuzlingen will Land tauschen, um eine neue Busspur und ein breiteres Trottoir zu realisieren

Der Gemeinderat befindet in der nächsten Sitzung über verschiedene Landgeschäfte. Dazu gehören ein Landtausch, der Verkauf einer Parzelle an die Firma Ifolor und die teilweise Bereinigung des Landkreditkontos.

Nicole D'Orazio
Drucken
Teilen
Blick auf die Kreuzung Seetal-/Reutistrasse. Im Hintergrund sieht man das unbebaute Stück Land, um das es beim Abtausch zwischen der Stadt und zwei Privatpersonen geht. (Bild: Andrea Stalder)

Blick auf die Kreuzung Seetal-/Reutistrasse. Im Hintergrund sieht man das unbebaute Stück Land, um das es beim Abtausch zwischen der Stadt und zwei Privatpersonen geht. (Bild: Andrea Stalder)

Verschiedene Landgeschäfte stehen nächste Woche auf der Traktandenliste des Gemeinderates. Die Stadt schlägt ein Tauschgeschäft einer Parzelle an der Dammstrasse (Nummer 6184) mit einem fast gleich grossen und gleich wertvollen Stück Land an der Seetalstrasse, das zwei Privatpersonen gehört (Parzellen 5175 und 5195), vor.

«Dieser Tausch würde die Verbreiterung des Trottoirs entlang der Reutistrasse sowie den Bau der separaten Busspur auf der Seetalstrasse ermöglichen», erklärt Stadtpräsident Thomas Niederberger an der Medieninformation am Donnerstag. «Die Stadt wiederum würde das benötigte Land an den Kanton abgeben und dafür natürlich entschädigt werden.»

Die Idee einer Unterführung wurde verworfen

Als zweiter Punkt würde die Stadt der Firma Ifolor einen Streifen Land an der Sonnenwiesenstrasse, angrenzend an deren Grundstück, für rund 572'000 Franken verkaufen. «Die Stadt hatte früher die Idee verfolgt, vom Paulikreisel eine Unterführung an die Sonnenwiesenstrasse zu bauen. Dafür wurde das Land frei gehalten», erklärt Niederberger. Die Idee sei mittlerweile aber verworfen. «Die Parzelle ist für die Ifolor als Landreserve interessant.»

Momentan nutzt der Werkhof die Fläche als Materiallager. Nach dem geplanten Umzug des RAZ wird diese allerdings frei und soll der Ifolor vorerst als Parkplatz dienen. Die Bevölkerung würde an den Wochenenden die Parkplätze ebenfalls benutzen dürfen, sagt Niederberger.

Mehr Spielraum für Landkäufe und Verkäufe

Der Stadtrat verfügt über die Kompetenz, über das Landkreditkonto Grundstücke zu kaufen, tauschen oder zu verkaufen. Dank der Gewinne aus den Verkäufen beläuft sich die Finanzkompetenz auf fast 23 Millionen Franken. Derzeit befinden sich zehn Parzellen im Landkreditkonto, weswegen nur noch 4,3 Millionen Franken verfügbar sind. Aus diesem Grund sollen einige Parzellen an der Seestrasse, die die Stadt sicher behalten will, ins Finanzvermögen überführt werden. Darüber muss der Gemeinderat befinden.

Blick auf den so genannten VIP-Parkplatz sowie den SBW Talent-Campus. Die Parzellen will die Stadt Kreuzlingen sicher behalten. Deshalb sollen diese ins Finanzvermögen überführt werden. (Bild: Nicole D'Orazio)

Blick auf den so genannten VIP-Parkplatz sowie den SBW Talent-Campus. Die Parzellen will die Stadt Kreuzlingen sicher behalten. Deshalb sollen diese ins Finanzvermögen überführt werden. (Bild: Nicole D'Orazio)

Bei den zu überführenden Parzellen handelt es sich um den so genannten VIP-Parkplatz bei der Bodensee-Arena, die im Baurecht an die SBW Haus des Lernens AG abgetretenen Parzellen, auf dem die Villa Furini und der Talent-Campus stehen, die Grenzparzelle 216 sowie jenes Stück Land, auf dem ein Parkhaus geplant ist.

So würden dem Stadtrat künftig wieder rund 11 Millionen Franken des Landkreditkontos zur Verfügung stehen. «Das ist wichtig. Oft müssen Landkäufe schnell getätigt werden», sagt Niederberger.

Bald erhält Kreuzlingen seine erste Busspur

Der Kanton will die Seetalstrasse von der Reutistrasse bis zum Ziilkreisel umbauen, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Das Projekt ist unabhängig vom geplanten neuen Entsorgungshof.
Martina Eggenberger Lenz

Neuer Entsorgungshof in Kreuzlingen: Anwohner äussern Bedenken

Die Firma TIT Imhof AG will auf dem Strabag-Areal ein neues regionales Abfall-Annahmezentrum bauen. Am Donnerstagabend gab es eine umfassende Informationsveranstaltung für alle Interessierten. Der erwartete Mehrverkehr weckt Ängste.
Martina Eggenberger Lenz