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Die Stadt Bischofszell erlebt einen Wahlkampf auf Sparflamme

Am Wahlpodium der Interpartei zogen die Mitglieder der Bischofszeller Stadtregierung Bilanz und erklärten, weshalb sie sich um eine Verlängerung ihres Mandats bewerben. SVP-Kandidat Bruno Niedermann verriet, weshalb auch er in den Stadtrat einziehen will.
Georg Stelzner
Auf dem Podium: Jorim Schäfer (GLP, bisher), Christina Forster (CVP, bisher), Bruno Niedermann (SVP, neu), Moderatorin Martina Brassel, Nina Rodel (CVP, bisher), Pascale Fässler (FDP, bisher), Stadtpräsident Thomas Weingart (parteilos, bisher) und Boris Binzegger (SP, bisher). (Bild: Georg Stelzner)

Auf dem Podium: Jorim Schäfer (GLP, bisher), Christina Forster (CVP, bisher), Bruno Niedermann (SVP, neu), Moderatorin Martina Brassel, Nina Rodel (CVP, bisher), Pascale Fässler (FDP, bisher), Stadtpräsident Thomas Weingart (parteilos, bisher) und Boris Binzegger (SP, bisher). (Bild: Georg Stelzner)

Wer sich für die Veranstaltung am Donnerstagabend interessierte, konnte es sich leisten, erst kurz vor Beginn in der Aula Sandbänkli zu erscheinen. Ein Gerangel um freie Plätze gab es nicht, was als Sinnbild für die Ausgangslage bei den bevorstehenden Wahlen interpretiert werden konnte.

Auch am 10. Februar muss niemand befürchten, keinen Sitz ergattern zu können. Sowohl für das Stadtpräsidium und den Stadtrat als auch für die Rechnungsprüfungskommission bewerben sich genau so viele Personen, wie Sitze zu vergeben sind.

Zur Ehrenrettung der Bischofszeller sei an dieser Stelle auf die tiefwinterlichen Verhältnisse verwiesen, die den einen oder anderen auch daran gehindert haben dürften, das Wahlpodium live mitzuverfolgen.

Thomas Weingart (parteilos)

Als erster musste sich Stadtpräsident Thomas Weingart von Moderatorin Martina Brassel (Redaktorin SRF-Regionaljournal Ostschweiz) auf den Zahn fühlen lassen. Das Stadtoberhaupt verglich seine Aufgabe mit der eines Hirten, der darauf bedacht sei, dass es der Herde gut geht. Weingart räumte er, dass nicht damit gerechnet habe, dass gewisse Geschäfte so viel Geduld erforderten. Als Beispiele nannte er die Haldenstrasse und das Altersheim Bürgerhof.

Die Aufgabe, Strukturen für die Zukunft zu schaffen, habe der Stadtrat in Angriff genommen. Bauchweh bereiteten ihm die Finanzen, sagte Weingart. «Priorisieren beim Investieren» werde das Motto in den nächsten vier Jahren daher heissen.

Weingart nahm auch zu seiner persönlichen Befindlichkeit Stellung: «Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Amt so vereinnahmen wird.» Er habe einen hohen Bekanntheitsgrad, und wenn er einmal abschalten wolle, dann müsse er die Stadt vorübergehend verlassen.

Boris Binzegger (SP)

Boris Binzegger (SP), der dienstälteste Stadtrat, bekannte sich dazu, Kontinuität zu schätzen. Ein Erfahrungshintergrund sei wertvoll. In jeder neuen Aufgabe erkenne er jedoch interessante Aspekte und neue Herausforderungen, sagte Binzegger. Als wichtige, das Ressort Bau und Verkehr betreffende Projekte der letzten vier Jahre nannte er den Stadtbach, die Laubeggstrasse, das Parkierungsreglement und die noch andauernde Sanierung der Sporthalle Bruggwiesen.

Christina Forster (CVP)

Christina Forster (CVP), stellvertretende Stadtpräsidentin und zuständig für das Ressort Soziales, strich die Fortschritte auf dem Gebiet der Integration hervor und erinnerte an die Durchführung des Kulturenfests. Sie sprach sich dafür aus, eigene und externe Arbeitsprogramme weiter auszubauen. Forster verriet, wie sie die schwierigen Aufgaben zu meistern vermag: «Aus der Beziehung zu Gott kann ich viel Kraft schöpfen.» Sie würde ihr Ressort gerne behalten, erklärte Christina Forster.

Pascale Fässler (FDP)

Pascale Fässler (FDP) rekapitulierte die wichtigsten Projekte aus dem Ressort Umwelt, Landschaft, Landwirtschaft. Zur Sprache kamen die Rezertifizierung des Energiestadt-Labels, der Spatenstich für den Anschluss Haldens an die ARA Bischofszell und das Carsharing-Angebot mit einem Elektrofahrzeug. Fässler versicherte, dass sie keinen Ressortwechsel anstrebe, sondern neue Projekte wie die Abwärmenutzung oder die Neophytenbekämpfung aufgleisen wolle.

Nina Rodel (CVP)

Nina Rodel (CVP) sagte, dass ihr bei der Amtsausübung viele Eigenschaften zugutekämen, die ihr auch beim Laufsport helfen würden, nämlich Willenskraft, Geduld und die Bereitschaft, über Grenzen hinauszugehen. Zu den Meilensteinen im Ressort Gesellschaft und Gesundheit zählte sie die Errichtung der gleichnamigen Fachstelle und die Etablierung eines Kinderrats. «In der nächsten Legislatur möchte ich den Fokus auf Altersfragen legen», kündigte Rodel an.

Jorim Schäfer (GLP)

«Ich bin jetzt 194 Tage Stadtrat», stellte Jorim Schäfer (GLP) fest und betonte, dass er seine Arbeit für das Ressort Kultur, Sport und Marktwesen sehr gerne fortsetzen würde. Er erklärte, dass er mit vielen Begehrlichkeiten konfrontiert werde. Dabei fühle er sich dem Grundsatz der Gleichberechtigung verpflichtet, betonte Schäfer. Die Suche nach einem neuen Standort für die Bibliothek und Ludothek bezeichnete er als wichtige Aufgabe der nächsten Legislatur.

Bruno Niedermann (SVP)

Bruno Niedermann (SVP) unternimmt am 10. Februar einen zweiten Versuch, in den Stadtrat gewählt zu werden. «Ich liebe das Städtli und seine Bewohner», begründete er seine erneute Kandidatur. Er setze sich gerne für die Öffentlichkeit ein und jetzt biete sich ihm die Chance, Bischofszell als Stadtrat mitzugestalten. Das freiwerdende Ressort Bevölkerungsschutz und Sicherheit würde ihm liegen, sagte Niedermann.

Zwei neue RPK-Mitglieder

Gewählt wird am 10. Februar auch die fünfköpfige Rechnungsprüfungskommission (RPK) der Stadt Bischofszell. Aus dieser treten Sascha Hänsli (parteilos) und Dominique Zimmer (FDP) zurück. Am Wahlpodium hatten die fünf Kandidierenden Gelegenheit, sich vorzustellen. Neben RPK-Präsidentin Susanne Frischknecht (SP) waren dies die bisherigen Mitglieder Samela Dedovic (CVP) und Rita Haupt (parteilos) sowie die beiden erstmals antretenden Kandidaten Andreas Tolnai (parteilos) und Silvan Vonarburg (CVP). (st)

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