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Die SP will die Kreuzlinger Schulpräsidentenwahl verschieben

Bereits in drei Wochen läuft die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die Ersatzwahl des zurückgetretenen René Zweifel ab. Ausser der FDP finden das alle Parteien zu kurz, um Kandidaten zu finden.
Urs Brüschweiler
Wer wird neuer Chef in der Kreuzlinger Schulverwaltung? (Bild: Susanne Basler)

Wer wird neuer Chef in der Kreuzlinger Schulverwaltung? (Bild: Susanne Basler)

Die Zeit ist knapp. Am 23. Juli hatte Schulpräsident René Zweifel seinen Rücktritt eingereicht, am 2. August bewilligte Regierungsrätin Monika Knill das Gesuch. Die Schulbehörden machten keinen Hehl daraus, dass sie die beiden Ämter (jenes des Primarschulpräsidenten und auch jenes des Sekundarschulpräsidenten) schnellst möglich neu besetzen wollen. Letzte Woche erfolgte nun die offizielle Ausschreibung der Ersatzwahlen, gesetzeskonform mehr als 69 Tage vor dem Abstimmungstag, der auf den 25. November festgelegt wurde.

Am 1. Oktober ist Anmeldeschluss

Bis am 1. Oktober müssen nun allerdings Kandidaten, welche auf der offiziellen Namensliste erscheinen wollen, ihren Wahlvorschlag einreichen. «Man findet in dieser kurzen Zeit und mit dieser Konstellation keinen geeigneten Kandidaten», sagt SP-Präsident Cyrill Huber. Die Sozialdemokraten haben am Sonntag eine entsprechende Medienmitteilung versandt. Ein umsichtiges und fundiertes Auswahlverfahren durchzuführen, sei so unmöglich. «Diesem Umstand sollte die Schule Kreuzlingen Rechnung tragen und darum den ersten Wahlgang auf das Frühjahr 2019 verschieben.»

Frustrierte Wähler von René Zweifel

Huber gibt auch zu bedenken, dass es die Kandidaten bei einer so kurzfristigen Wahl schwierig hätten. «Viele, die einst René Zweifel gewählt hatten, werden noch frustriert sein.» Auch CVP-Präsident Stephan Marty und SVP-Co-Präsident Fabian Neuweiler haben Verständnis für die Forderung der SP. «Wenn man keinen Kandidaten aus dem Hut zaubern kann, ist der Zeitplan sehr schwierig», sagt Marty. «Bei allem Verständnis für das Bedürfnis nach Wiederbesetzung des Amtes.» Und Neuweiler betont, dass eine solche Personalplanung länger dauere. Er findet zudem, die Schule müsste mit der Aufarbeitung des Rücktritts von René Zweifel vorwärts machen.

Schulbehörde will die Wahl durchziehen

Ob es rechtlich überhaupt möglich ist, eine angesetzte Wahl wieder abzusagen oder zu verschieben, ist fraglich. «Unser Vorstoss soll ein Denkanstoss sein, dass es so nicht geht», sagt Cyrill Huber. Bei der Schulbehörde beisst er ohnehin auf Granit mit seiner Forderung. Vizepräsident Michael Thurau betont, dass die Wahl stattfinden werde. Seit dem 23. Juli sei bekannt, dass es zu einer Ersatzwahl kommen werde. In die Kandidatensuche mischen sich die Schulbehörden nicht ein.

FDP hat vielleicht einen Trumpf im Ärmel

Verständnis für den raschen Wahltermin zeigt FDP-Co-Präsidentin Barbara Jäggi. Der Betrieb in den Schulen müsse weitergehen. Das Vorgehen der Behörde zeuge von Führungsstärke. «Man kann schlicht nicht warten, bis eine Lösung gefunden wird, mit der alle glücklich sind.» Gerüchten zufolge haben denn die Liberalen auch als einzige Partei einen Trumpf im Ärmel. «Wir sind in der Evaluation», sagt Barbara Jäggi dazu lediglich. Dass Seraina Perini eine mögliche, valable Kandidatin wäre, ist in Politkreisen aber ein relativ offenes Geheimnis. Sie sass von 2005 bis 2016 bereits in der Sekundarschulbehörde und hört Ende Jahr als Kulturbeauftragte der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen auf. Ausserdem ist sie Mitglied der FDP. Gestern war sie für eine Anfrage unserer Zeitung nicht erreichbar.

Die anderen Parteien werden in die Enge getrieben

Jost Rüegg von der Freien Liste ist aus mehreren Gründen nicht gut zu sprechen auf die Liberalen und die Schulbehörden. «Es ist durchschaubar, wenn die FDP eine eigene Kandidatin hat, dass man die Wahl durchziehen will.» Die anderen Parteien würden so jedoch in die Enge getrieben. Dass die Behörde eigenmächtig die Wahl ansetze, sei ein erneuter Affront. Er unterstützt deshalb die Forderung der Sozialdemokraten, die Wahl zu verschieben. «Das ist völlig richtig.» Auch wenn die Freie Liste noch deutlich weiter geht. Bereits seit dem Rücktritt von René Zweifel verlangt sie, dass mit der Ersatzwahl gewartet wird, bis eine Untersuchungskommission ein Ergebnis präsentiert hat.

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