Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Die SP Kreuzlingen findet, dass auch die Männer von der Lohngleichheit profitieren

Im Gemeinderat ist die SP mit ihrem Anliegen, dass die Stadt die Charta der Lohngleichheit unterzeichnet, gescheitert. Nun will die Partei den Kreuzlinger Stadtrat mittels einer Petition trotzdem dazu motivieren.
Nicole D'Orazio
Um sie geht es: Die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor. (Bild: Urs Brüschweiler)

Um sie geht es: Die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor. (Bild: Urs Brüschweiler)

Der Stadtrat wollte, doch der Gemeinderat liess ihn nicht. Im Herbst letzten Jahres löste im Stadtparlament die Debatte um die Unterzeichnung der Charta zur Lohngleichheit im öffentlichen Sektor solche Emotionen aus wie noch selten zuvor. Die Bürgerlichen kamen mit der Ablehnung knapp durch, die Linken waren entsetzt.

Die SP Kreuzlingen ist weiterhin der Meinung, dass es nach über 35 Jahren mit einem Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung nun Zeit sei, die bestehende Ungleichheit zu beseitigen, wie sie mitteilt. Mit einer Petition fordern die Linken den Stadtrat dazu auf, diese Charta trotzdem offiziell zu unterzeichnen. Dazu sei das Einverständnis des Gemeinderats nicht nötig. Gemeinderätin Charis Kuntzemüller, die das Thema initiiert hat, sagt:

Charis Kuntzemüller, Gemeinderätin SP, Kreuzlingen. (Bild: PD)

Charis Kuntzemüller, Gemeinderätin SP, Kreuzlingen. (Bild: PD)

«Wir finden es wichtig und richtig, dass die Stadt als grosse Arbeitgeberin ein klares Signal gegen Lohndiskriminierung sendet, beziehungsweise hier stark in der Verantwortung steht.»

«Ich für meinen Teil wünsche mir, dass sich die Stadt mit meinen Steuermitteln für Lohngleichheit einsetzt und auch nur die Lieferanten berücksichtigt, die diese einhalten.»

Die Wirtschaft profitiert von der Lohngleichheit

Wenn eine Frau bei gleicher Ausbildung, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung nicht gleich viel wie ihr männlicher Kollege verdient, sei dies nicht in Ordnung, findet Kuntzemüller. «Wir reden von einer Diskriminierung nur des Geschlechtes wegen.» Die Verlierer seien nicht nur die Frauen. Die Lohngleichheit würde auch den Partnern und Familien zugute kommen, ebenso der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft.

Gemäss der Botschaft des Stadtrates sind keine grossen administrativen Aufwände nötig und auch für die Kreuzlinger Bürger sind keine Hindernisse erkennbar, sagt die SP. «Für die Gewerbler sind die geforderten Massnahmen gut umsetzbar, da diese Anforderungen bereits seit der Inkraftsetzung des Gleichstellungsartikels Pflicht sind.» Zudem bietet der Bund ein kostenloses Tool zur Lohnanalyse. Damit können Firmen ihre Löhne untersuchen und bei Diskrepanzen Anpassungen machen.

Noch mehr andere Gemeinden haben unterschrieben

«Übrigens haben seit der Gemeinderatssitzung zwischenzeitlich nochmals fünf Gemeinden, unterzeichnet», sagt Kuntzemüller. «Zu behaupten der Bund, 15 Kantone und 59 Gemeinden hätten das Kleingedruckte nicht gelesen, finde ich offen gestanden fragwürdig.» Damit spricht sie die Gegenargumente der Bürgerlichen an.

Am 8. März, am Tag der Frau, wird die SP die Bittschrift der Stadtkanzlei übergeben.

Link zur Petition: https://jetzt-unterschreiben.ch/A709F4/

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.