Die Sorgenfalten des Bauernpräsidenten 

CVP-Nationalrat Markus Ritter war am Samstag Gast bei der CVP Bischofszell. Für die Landwirtschaft sei 2020 ein Schicksalsjahr, sagte er  am Neujahrsapéro der Ortspartei.

Werner Lenzin
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Jonas Lendenmann unterhielt die Besucher des Neujahrsapéros auf dem Marimbafons.

Jonas Lendenmann unterhielt die Besucher des Neujahrsapéros auf dem Marimbafons.

(Bild: Werner Lenzin)

Spielend leicht und mit grosser Präzision tanzten sie über den Aufschlagstäben des Marimbafons, die zwei und zeitweise vier Schlägel des jungen Musikers Jonas Lendenmann aus Bischofszell. Er ist Absolvent der PMS Kreuzlingen und umrahmte den diesjährigen CVP-Neujahrsapéro am Samstag im Sattelbogen, an dem 90 Personen teilnahmen.

Gesprächspartner von Parteipräsident Franz Eugster war Markus Ritter, der Präsident des Schweizer Bauernverbandes, der für die CVP im Nationalrat sitzt. Ritter erklärte, dass 2020 für die schweizerische Landwirtschaft ein entscheidendes Jahr sei, weil viele gewichte Geschäfte anstünden, darunter verschiedene Volksinitiativen, die bedeutende Folgen für die Landwirtschaft haben könnten.

«Wir müssen für die Jungen attraktiv bleiben»

Markus Ritter, der Präsident des Bauernverbands, stellte sich den Fragen von CVP-Parteipräsident Franz Eugster.

Markus Ritter, der Präsident des Bauernverbands, stellte sich den Fragen von CVP-Parteipräsident Franz Eugster.

(Bild: Werner Lenzin)

Auf die Frage, ob die Verankerung der Landwirtschaft in der Bevölkerung und der Bezug zu ihr deutlich nachgelassen habe, sagte Ritter: «75 Prozent der Einwohner unseres Landes lebt heute tatsächlich weit weg von der Landwirtschaft, und deshalb gilt es, auf allen Kanälen auf sie hinzuweisen.» Denn sie spielten als Konsumenten mit ihrem Kaufverhalten eine zentrale Rolle. Er mache sich Sorgen über den Rückgang der Bauernbetriebe, sagte Ritter. «Wir müssen für die Jungen attraktiv bleiben.» Seinen Hof bezeichnet er als Fernsehkulisse des Bauernverbandes.

Und welches ist die Aufgabe der CVP im Nationalrat?», wollte Eugster weiter wissen. «Wir wollen nicht einmal links und einmal rechts entscheiden, sondern unsere Kunst als Mittepartei ist es, Lösungen zu finden, mit der alle leben können und die das Land vorwärtsbringen.» Hedy Hotz überreicht dem OK Kinderfest aus dem Erlös des Standes am Weihnachtsmarkt einen Check über 1'200 Franken.                                            

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