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Die Sonne, Prag und der Biber

Das Seemuseum, das Rosenegg und die Sternwarte lockten zum internationalen Museumstag, der unter dem Motto «das hypervernetzte Museum» stand. Mehrere hundert Besucher zeigten ihr Interesse.
Manuela Olgiati
Der Blick in den Himmel war am Museumstag gefragt. (Bild: Andrea Stalder)

Der Blick in den Himmel war am Museumstag gefragt. (Bild: Andrea Stalder)

Eingesessene Institutionen stehen vor grossen Herausforderungen. Museum im Digitalen scheint kein weitläufiges Thema zu sein. Yvonne Istas, die Leiterin des Museums Rosenegg hatte am Ende ihrer Führung am Muttertags-Sonntag die Frage gestellt, wie Besucher digitale Vernetzung sehen. Lieber reserviere man sich die Zeit, ein Museum auf herkömmliche Weise anzuschauen, als per Tastendruck Kunstwerke über den Bildschirm flimmern zu lassen, sagte ein Besucher. Unter dem Titel «Taggen, Sharen, Liken – das hypervernetzte Museum» war der internationale Museumstag darauf ausgerichtet, welche Rolle die Institution Museum in der Digitalisierung einnimmt.

Rund 20 Besucher haben an der Führung durch die Sonderausstellung mit der Witwe des 2017 verstorbenen Künstlers, dem Maler Boleslav Kvapil, teilgenommen. Die über 70 Objekte «Freiheit, die ich meine» sprechen eine eigene Sprache, sagte Sabine Kvapil. Nach den Ereignissen des Prager Frühlings vor 50 Jahren protestierte der Maler schon damals mit spitzer Feder und Briefen. «Er hätte alles gemacht, Netzwerke zu schaffen», sagte die Witwe Kvapil. Nämlich den Protest und Widerstand per Handy oder über das Internet zu äussern.

Virtueller Ausflug ins Weltall

Modernste Technik und Multimediashows sind im Bodensee Planetarium und Sternwarte allgegenwärtig. Dort gab es einen wahren Ansturm an Besuchern beim virtuellen Ausflug ins Weltall. «Mit 70 Personen im Raum stossen wir rasch an unsere Grenzen», sagte Kassiererin Brigitt Egli-Roffler. Zweimal ein volles Haus bei den Filmen für die Kinder, mit «Die Reise des kleinen Kometen zur Sonne» und «Das Kleine 1x1 der Sterne» für die grösseren Kinder wurde der Ort, wo Milliarden Jahre alte Objekte – die Sterne und Planeten – näher gebracht werden, zu Kreuzlingens Treffpunkt. Bruno Leitz, der Präsident der Astronomischen Vereinigung Kreuzlingen liess in der Sternwarte mit leistungsstarken Teleskopen die Besucher in Richtung Himmel schauen, sodass sich die Sonne als grüner Punkt zeigten. Auch Venus und Jupiter waren greifbar nah.

Geschichten über Schifffahrt und Fischerei

Anregende Gespräche machten auch das Seemuseum zum freundlichen Begegnungsort. «Freie Besichtigung in den historischen Räumen sind einladend», sagte Georg Strasser vom Museumsteam. Noch waren wenige Besucher da. Einige Besucher verweilten bei Geschichten über Schifffahrt und Fischerei. Andere interessierten sich für die Lebensart der Biber und probierten in der Sonderausstellung diese Technik aus, um Laute zu hören. Zur Stärkung lud das Museumscafé ein. Zudem lockte ein Benefizverkauf am Stand der Soroptimistinnen des Clubs Kreuzlingen. Der Erlös kommt dem Umbau des Seemuseums zugute. Der gemeinsame Auftritt der Museen und des Planetariums hinterliess einen guten Eindruck.

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