Die Sek Romanshorn sieht 2019 finanziell als Zwischenjahr

Die Sekundarschulgemeinde legt ein Budget mit einem Minus von fast 290000 Franken vor. Die Behörde erachtet das Defizit für verkraftbar und wartet mit guten Nachrichten auf.

Drucken
Teilen
Blick in den Ersatzneubau Weitenzelg. (Bild: PD)

Blick in den Ersatzneubau Weitenzelg. (Bild: PD)

(red) Der Grosse Rat wird sich demnächst mit der Neuregelung des kantonalen Beitragsgesetzes der Schulen befassen. Es sei davon auszugehen, dass es eine «beträchtliche Entlastung» der zahlenden Schulen, zu denen auch die Sek Romanshorn-Salmsach gehört, geben wird, heisst es in einer Mitteilung. Die Sek-Behörde erachtet es deshalb als verkraftbar, im Übergangsjahr 2019 ein Budget mit einem Minus von 286740 Franken vorzulegen.

Ende Juni des nächsten Jahres weiht die Sek den Ersatzneubau Weitenzelg ein. Gemäss den für das neue Rechnungsmodell HRM2 geltenden Richtlinien muss im Jahr der Inbetriebnahme eines Schulhauses mit den auf 33 Jahren berechneten, linearen Abschreibungen begonnen werden. Diese belasten das Budget mit ca. 420000 Franken.

Grössere Investitionen in den Unterhalt

Die letzten Jahre hat die Sek den Aufwand für den Unterhalt bewusst tief gehalten. «Nun müssen wir gewisse Anpassungen vornehmen», schreibt die Behörde weiter. «Für Schulmobiliar haben wir den jährlichen Pauschalbetrag etwas nach oben angepasst, und auch für den Umzug, die Inbetriebnahme und allfällige Erweiterungen der gesamten Informatikinfrastruktur haben wir einen Beitrag eingestellt.»

Im Regelunterricht sinken die Kosten aufgrund der leicht rückläufigen Schülerzahlen. Diese Reduktion wird beinahe wieder kompensiert durch Unterstützungsmassnahmen, die für schwächere Schüler notwendig sind. Im Hauswarteteam wird das während der Bauzeit reduzierte Pensum wieder angehoben.

Steuerfuss steigt ab 2020 um 2 Prozentpunkte

Die Behörde hat sich intensiv mit der Finanzplanung beschäftigt.

«Schon zu Beginn der Planungen für den Neubau haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass ein solches Projekt nicht ohne Anpassung des Steuerfusses gestemmt werden kann.»

Die Modellrechnungen sind immer von einer Erhöhung um 3 Punkte ab 2019 ausgegangen. Dank guter Finanzplanung und erfreulicher Jahresabschlüsse war es möglich, eine solide Vorfinanzierung aufzubauen. Diese entlastet die kommenden Rechnungen merklich. «Zusätzlich erwarten wir durch die Anpassungen am Beitragsgesetz eine deutliche Reduktion der zu leistenden Zahlungen.»

Der Finanzplan basiert auf den aktuell geltenden Vorschriften. Dieser geht von einer Anpassung des Steuerfusses um 2 Prozentpunkte ab 2020 aus. (red)

ROMANSHORN: Vorfreude aufs neue Schulhaus

Die Sek Romanshorn-Salmsach rechnet für das kommende Jahr mit einem kleinen Gewinn. Rund acht Millionen fliessen in den Ersatzneubau Weitenzelg. Dieser soll 2019 bezugsbereit sein.