Die Schule Kreuzlingen will zwei Horte bauen

Der Ausbau der Schule mit Tagesstruktur schreitet zügig voran. Für die Horte Tannegg und Weinburg wählte eine Jury zwei Bauprojekte. Im Mai sind die Stimmbürger am Zug.

Urs Brüschweiler
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Die siegreichen Architekten Martin Schneider, Andreas Zech und Heidi Stoffel und Vizeprimarschulpräsident Markus Blättler besprechen einen Wettbewerbsbeitrag am Modell. (Bild: Reto Martin)

Die siegreichen Architekten Martin Schneider, Andreas Zech und Heidi Stoffel und Vizeprimarschulpräsident Markus Blättler besprechen einen Wettbewerbsbeitrag am Modell. (Bild: Reto Martin)

Es geht voran mit der ausserfamiliären Kinderbetreuung in Kreuzlingen. Die Primarschulbehörde hat am Freitag zwei Bauprojekte vorgestellt, für die Erweiterung der Kinderhorte Tannegg beim Schulzentrum Seetal und Weinburg beim Schulzentrum Bernegg. Eine Fachjury hat die Sieger gekürt. Für den Hortneubau Weinburg wählte sie das Projekt «Twist» von Zech Architektur aus Romanshorn, für jenen beim Seetal das Projekt «Baumgarten» von Stoffel Schneider Architekten aus Weinfelden.

Hort und Schulhaus bleiben getrennt

«Nach der Einführung der Schule mit Tagesstrukturen war schnell klar, dass wir im Osten einen Neubau brauchen», erklärte Vizeschulpräsident Markus Blättler die Ausgangslage beim Architekten-Apéro. Der Hort Tannegg, die «Villa Kunterbunt», wie man sie liebevoll nenne, sei nicht mehr zeitgemäss. Die Idee eines Anbaus an das bestehende Schulhaus, dem auch ein Singsaal fehle, habe man aber wieder verworfen. Aus pädagogischer Sicht sei es besser, wenn der Hort und die Schule klar getrennt seien. So wird nun das bestehende Hortgebäude von einem zweigeschossigen Neubau abgelöst werden.

Zwei Pavillons bei der Weinburg

Im Westen der Stadt wird der räumliche Notstand im Hort Weinburg mit zwei eingeschossigen Erweiterungsbauten gelöst. Ein Pavillon schliesst sich an das denkmalgeschützte ehemalige Schulhaus an, welches heute als Hort dient. Der andere wird an den südlichen der beiden Kindergärten angebaut. Michael Bühler, Bauherrenvertreter der Primarschule, lobte die eingegangenen Projektvorschläge. «Es wurde sensationelle Arbeit geleistet.» Eingeladen worden waren ausschliesslich Thurgauer Büros, um die regionale Wettbewerbsszene zu unterstützen und die Breite der Möglichkeiten auszuloten. «Und wir wurden nicht enttäuscht.»

Volksabstimmungen im Mai

Zeitlich sei man sehr zügig unterwegs. Die Ausschreibungen waren bereits im letzten Sommer gemacht worden, am 10. Februar kam dann das Okay der Stimmbürger für die Erweiterung der Schule mit Tagesstruktur von 110 auf 220 Plätze und die zusätzlichen Finanzmittel. Aktuell ist man mit der Aufbereitung der Siegerprojekte und der Kreditermittlung beschäftigt. Am 19. Mai wird für beide Bauvorhaben eine Volksabstimmung in der Primarschulgemeinde stattfinden. Im Sommer oder Herbst 2020 könnten die neuen Horte dann bezugsbereit sein.

Ausstellung noch bis Dienstag

Die Siegerprojekte und die anderen Wettbewerbsbeiträge für die Hortneubauten Weinburg und Tannegg können am Dienstag, 17 bis 19 Uhr, im Torggel, Bärenstrasse 6, besichtigt werden. Behördenmitglieder geben Auskunft.