Die schiefe Kunst von Weinfelden geht auf Tour

Die Vorbereitungen auf den Baustart des neuen Schulhauses
Martin-Haffter haben begonnen. Ein Kunstwerk muss weichen, wird restauriert und nach Fertigstellung wieder zurück gesetzt.

Mario Testa
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Silvano Crameri beobachtet, wie die Stele für den Transport abgelegt wird.

Silvano Crameri beobachtet, wie die Stele für den Transport abgelegt wird.

(Bild: Mario Testa)

Im Jahr 1977 hat Bildhauer Gotthilf Hotz eine gewundene Stele für den Pausenplatz des Schulhauses Martin-Haffter geschaffen. Es handelt sich dabei um einen viereinhalb Meter hohen, roten Stein. «Der Stein ist Michelnauer Tuff, auch Rotlava genannt», sagt Silvano Crameri, Inhaber der Hotz Bildhauer GmbH in Weinfelden. Er ist von der Primarschulgemeinde mit dem Abtransport, der Reinigung und Sanierung der Stehle beauftragt worden.

Gotthilf Hotz, bei der Einweihung seiner Stehle im Jahr 1977.

Gotthilf Hotz, bei der Einweihung seiner Stehle im Jahr 1977.

(Bild: Hotz Bildhauer GmbH)

Crameris Mitarbeiter haben am Dienstag ein Korsagen-Gerüst um das Kunstwerk errichtet, um es für den Transport zu sichern und zu stabilisieren. Gestern Vormittag ist der 2,4 Tonnen schwere Stein dann mit einem Kran weggehievt worden. «Zur Skulptur gehören auch zwölf Trittplatten aus Melser Schiefer, welche spiralförmig den Hügel hinauf um den Stein angeordnet waren. Auch die haben wir abtransportiert», sagt Crameri. Nach dem Bau des neuen Schulhauses soll die sanierte Stehle dann wieder aufgestellt werden.

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