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«Die ‹Rössl›-Wirtin war bei der Premiere»

Peter Grimberg kommt mit dem Musical «Servus Peter», das dem grossen österreichischen Entertainer Peter Alexander gewidmet ist, nach Amriswil.
Interview: Manuel Nagel
Peter Grimberg besuchte vorgängig das Pentorama, in dem er am 11. November mit «Servus Peter» auftreten wird. Bild: Manuel Nagel

Peter Grimberg besuchte vorgängig das Pentorama, in dem er am 11. November mit «Servus Peter» auftreten wird. Bild: Manuel Nagel

Peter Grimberg, ich habe gelesen, Ihr Idol sei Elvis Presley. Mit Peter Alexander hat der King of Rock ’n’ Roll aber nicht viel gemeinsam.

Ich komme aus dem Swing und Rock ’n’ Roll. Ich fing mit Oldies an und habe das über 20 Jahre lang gemacht.

Und wie kommt’s, dass Sie nun am 11. November im Musical «Servus Peter» als Peter Alexander auf der Pentorama-Bühne stehen?

Ich wollte als Österreicher mal die Filmmelodien von Peter Alexander neu aufnehmen. Im Studio haben wir festgestellt, dass ich wie er klinge, ohne ihn zu imitieren. Ich habe Glück, dass ich diese Stimmfärbung habe.

Die Nationalität ist das eine, aber auch der Vorname passt.

Ja, es ist ein Glücksfall, dass ich ebenfalls Peter heisse. (lacht)

Gibt’s noch andere Parallelen zwischen Ihnen beiden?

Peter Alexander war ein leidenschaftlicher Fliegenfischer. Angeln tu ich auch gerne, aber mir fehlt die Zeit. Wir lieben das gute Essen und wir lieben es, die Menschen glücklich zu machen.

Peter Alexander sei wegen diverser Streiche von der Schule verwiesen worden.

Ja, die gab’s bei mir auch.

Ich wollte gerade fragen, wie Ihre Schulzeit war. Wild?

Ich war ein guter Schüler. Aber ich wollte Stuntman werden. In den Pausen habe ich mich immer geschlagen mit einem Freund, der auch Stuntman werden wollte. Das sah so echt aus, dass wir oft Ärger bekamen.

Also haben Sie schon als Kind davon geträumt, die Leute zu unterhalten?

Als ich mit acht Jahren ein Album von Elvis Presley bekam, da war für mich klar, dass ich Sänger und Schauspieler werden wollte. Ich wollte ins Fernsehen und auf der Bühne stehen.

Von den sechs Vorstellungen in der Schweiz sind fast alle in Grossstädten. Ist Amriswil da nicht zu klein für Sie?

Ich bin selber in einem kleinen Dorf in Österreich gross geworden. In einem kleineren Ort ist man nicht so verwöhnt. In einer Grossstadt hast du ein ganz anderes Angebot mit 30 oder 40 Shows im Monat – hier sind es vielleicht zwei oder drei. Da freuen sich die Leute, wenn was Schönes für sie kommt. Und ich kenne kaum eine Kleinstadt mit einer so schönen, grossen Halle.

Sie haben schon viele Hallen gesehen. Wie ist Ihr erster Eindruck vom Pentorama?

Ich bin begeistert. Eine ganz tolle Halle mit guter Infrastruktur. Es hat alles, was wir benötigen, um eine gute Show zu spielen.

Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass Sie dieses Musical geschrieben haben?

Als ich seinerzeit das Album mit der Filmmusik Peter Alexanders aufgenommen hatte, schickte ich drei Lieder der Leiterin des Peter-Alexander-Fanclubs, einer 67-jährigen Frau. Ich wollte wissen, wie es ankommt. Dann kam eine E-Mail von ihr: Sie wolle unbedingt das ganze Album hören, so ähnlich habe noch niemand geklungen. Aufgrund dieser Reaktion meinte ein Freund: «Schreib doch ein Musical.»

In «Servus Peter» werden aber nicht nur Lieder von Peter Alexander gespielt.

Ich versuche mit dem Musical, dass Künstler wie Heinz Erhardt, Caterina Valente oder eben Peter Alexander nicht in Vergessenheit geraten. Damit auch die Jugend wieder etwas mit diesen Künstlern anfangen kann.

Die Jugend? Ist Ihr Publikum nicht eher älteres Semester?

Wir haben angefangen mit 60 plus. Mittlerweile sind wir bei 8 bis 80. Wir erreichen alle Altersstufen, weil die Gassenhauer wie «Die kleine Kneipe» etwas für die ganze Familie sind. Wir haben kleine Mädchen in der Vorstellung, die singen bei «Ich will keine Schokolade» lauthals mit, weil sie das bei ihrer Oma gehört haben. Es gibt ja nicht so viele Lieder, welche die ganze Familie ansprechen. Aber diesen Spagat hatte Peter Alexander seinerzeit auch geschafft.

Die Premiere von «Servus Peter» war im Jahr 2011.

Ja, damals ist auch die originale «Rössl»-Wirtin gekommen. Das war selbst für mich ein Erlebnis.

Hat sich das Musical seither verändert?

Begonnen damit hatte ich schon 2007. Ich brauchte fast fünf Jahre Entwicklungszeit. Zu Beginn waren es noch neun Schauspieler, jetzt sind es noch sechs. Wir haben nun auch andere Lieder und andere Sketche. Man erarbeitet so ein Stück mit dem Publikum und wächst rein.

2017 hat «Servus Peter» im Rahmen der Goldenen Künstler-Gala in Filderstadt die Auszeichnung als bestes Musical bekommen, und Sie ein Jahr später auch noch als bester Entertainer Deutschlands. Macht Sie das stolz?

Ja, denn wir fanden erst 2014 einen Tourneeveranstalter, der an uns glaubte und gleich 100 Shows eingekauft hat. Im Frühjahr 2015 starteten wir dann mit dieser Tournee. Seither sind es bereits über 200000 Besucherinnen und Besucher, die zu «Servus Peter» gekommen sind.

Musical «Servus Peter»
Montag, 11. November, 19 Uhr, Pentorama Amriswil.

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